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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 10:30 Uhr

Vorteile für Appener mit Kindern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gemeinderat Grundsatzentscheidung zum Neubau der Kita / Vergaberichtlinien für Grundstücke im Baugebiet „Bargstücken“ erarbeitet

„Heute ist ein besonderer Tag mit besonderen Beschlüssen“, sagte die FDP-Fraktionsvorsitzende Jutta Kaufmann während der Sitzung des Gemeinderats. Dieser traf die Grundsatzentscheidung zum Neubau einer Kita, legte die Richtlinien für die Vergabe der Grundstücke im Neubaugebiet Bargstücken fest und sprach sich vorerst gegen eine Sanierung der Lüftung in der Sporthalle aus.

„Der Arbeitskreis hat abgewogen, nicht zu sanieren“, berichtete Hans-Peter Lütje (CDU, kleines Foto). Das Gremium aus zwei Vertretern der CDU-, FDP- und SPD-Fraktion, dem Bürgermeister und Vertretern der Verwaltung hatte nach vier Treffen entschieden, einen Kita-Neubau auf der Fläche hinter dem Bürgerhaus an der Hauptstraße zu empfehlen, statt den evangelischen St. Johannes Kindergarten Appen zu sanieren. „Es ist die beste Alternative, ob es die beste Lösung sein wird, muss sich zeigen“, kritisierte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk David. Er hätte sich im Vorfeld ein Dorfentwicklungskonzept gewünscht: „Ich sehe aber die Dringlichkeit der Entscheidung.“ Petra Müller schlug vor, Bodenproben vorzuziehen, da das Bürgerhaus ein ehemaliger Gewerbebetrieb ist. Die Gemeindevertreter trafen bei einer Gegenstimme den Grundsatzbeschluss und wollen „mögliche Hinderungsgründe im Vorfeld ausschließen“.

Eine weitere Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fraktionen erarbeitete die Vergaberichtlinien für die 30 Grundstücke im Baugebiet „Bargstücken“. „Die eierlegende Wollmilchsau werden wir nicht schaffen. Es wird immer wieder Punkte geben, bei denen der eine oder andere mal nicht zufrieden ist“, sagte Lütje. „Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesen Vergaberichtlinien, so gut sie auch sind, nicht jede Nachfrage erfüllen können. Jede Fraktion hat Abschläge gemacht“, sagte Lorenzen. Geinigt haben sich die Gemeindevertreter, dass die Grundstücke zunächst an Appener Bürger mit minderjährigen Kindern vergeben werden sollen. Die Staffelung richtet sich nach der Anzahl der Kinder.

Dahinter folgen ehemalige Appener, die maximal vor sieben Jahren zuletzt in Appen gemeldet waren. „Wir wollen damit ehemalige Einwohner zurückgewinnen, die weggezogen sind, weil es keine Grundstücke gab“, betonte Lütje. Danach sollen Appener ohne Kinder eine Chance auf ein Grundstück haben und anschließend Auswärtige mit minderjährigen Kindern. „Übt ein Mitglied des Haushalts ein Ehrenamt in Appen schon länger als fünf Jahre aus, rückt der Interessent innerhalb der Rangliste nach Anzahl der Kinder entsprechend auf“, heißt es in der Beschlussfassung.

Für Michael Seus ging die Würdigung des Ehrenamts nicht weit genug. Zudem kritisierte er: „Mir ist zu viel mit Kindern. Ich habe es für mich zusammengefasst: Kein Kind, kein Haus. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch Kontingente ohne Kinder gibt.“

Kaufmann konterte: „Wir brauchen junge Familien für die Schule und den neuen Kindergarten.“ Bei einer Gegenstimme wurde der Antrag angenommen. Müller und Martina Rahnenführer (SPD) hatten den Raum wegen „Befangenheit“ verlassen und nicht an der Abstimmung teilgenommen.

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erstellt am 25.Jun.2016 | 15:14 Uhr

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