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Versuchte Nepperei in Prisdorf : Vorsicht vor Betrug am Telefon

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Prisdorfer hatte angeblich eine Reise und Geld gewonnen. Polizei und Verbraucherschützer warnen vor Herausgabe der Kontodaten am Telefon.

"Sie haben zwei Reisen gewonnen, vier Tage in Prag und eine dreitägige Schifffahrt zwischen Amsterdam und England", ertönte es diese Woche am Telefon, als Michael Nörnberg den Hörer abnahm. Der Prisdorfer staunte über diese Nachricht. "Ich habe nirgendwo teilgenommen", entgegnet er. Das sei automatisch geschehen, da er etwas im Internet ersteigert hätte. Im weiteren Gespräch wäre versucht worden, den 54-Jährigen "einzulullen". Es sei keine "Kaffee- und Verkaufsfahrt" und zudem sei ein Geldgewinn von 796 Euro für den Prisdorfer vorgesehen. Auf die Frage nach seinen Kontodaten, entgegnete der skeptische Nörnberg, er würde lieber einen Verrechnungsscheck zugeschickt bekommen. Das Ergebnis: Der vermeintliche Glücksbote legte sofort auf. Nörnberg hatte den Betrugsversuch durchschaut: "Mir war klar, es schenkt dir keiner was."

"Wir warnen davor, das sind keine Einzelfälle", sagt Polizeisprecherin Sandra Mohr. Skepsis sei bei solchen Versprechen berechtigt. Wer nicht wissentlich an Gewinnspielen teilgenommen hat, kann hier also Betrug vermuten. "Das kommt jeden Tag vor – zu 99,9 Prozent sind diese Anrufe unseriös", erläutert Thomas Hagen, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Mohr und Hagen geben beide den Hinweis, am Telefon nie persönliche Daten bekanntzugeben. "Wer seine Kontoverbindung preisgibt, kann eine böse Überraschung erleben", so Hagen. Nörnberg hat also vollkommen richtig gehandelt. Denn Betrüger könnten Geld vom Konto der "Gewinner" einziehen. "Am besten ist es, einfach keine Angaben zu machen", empfiehlt Mohr. Eine Anzeige sei trotzdem sinnvoll: "Die Kriminalpolizei Pinneberg geht diesen Fällen nach."

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erstellt am 09.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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