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Pinneberger Tageblatt

20. November 2017 | 07:05 Uhr

Vorschlag der Verwaltung abgelehnt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Grünpflege Kostenberechnung wird angezweifelt

von
erstellt am 06.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Die öffentlichen Grünanlagen im Bereich der Hasloher Neuen Mitte sowie die Ausgleichsfläche am Regenrückhaltebecken „Lütte Pütt“ bedürfen der regelmäßigen Grünpflege. Da der Bauhof diese Aufgaben aus personellen Gründen nicht übernehmen kann, wurde von der Verwaltung ein Ingenieurbüro beauftragt, eine Kostenberechnung aufzustellen. Das Ergebnis war Gegenstand einer Debatte während der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses.

Das vom Ingenieurbüro errechnete Volumen für die Grünpflege soll für zwei Jahre bei maximal 33    000 Euro liegen. Dieses Ergebnis überprüfte Manfred Heitmann gemeinsam mit Norbert Schadendorf-Müller. „Es ist dringend notwendig, dass die Flächen gepflegt werden, aber diese Auswertung ist vollkommen daneben“, lautete das Fazit von Heitmann.

Die beschriebenen Leistungen seien für ihn nicht nachvollziehbar. „Das ist eine typische Schreibtisch-Arbeit. Da sind Leistungen dabei, die hier gar nicht gemacht werden können. Ich glaube nicht, dass jemand hier vor Ort war“, sagte Heitmann. Dass die Anlagen gepflegt werden, sei längst überfällig und stehe außer Frage. Er zweifle nicht die errechnete Summe an, sondern die aufgeführten Leistungen. Auch Schadendorf-Müller konnte die Ergebnisse der Auswertung nicht nachvollziehen.


Regelwerk versus Realität vor Ort


Ausschussvorsitzende Ilka Schmidt (CDU) empfahl, das Ergebnis des Ingenieurbüros nun als Leitfaden zu nutzen. „Die Zahlen und Arbeitsgänge bauen auf einem Regelwerk auf, das den Realitäten hier vor Ort nicht entspricht“, betonte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihrer Ansicht nach sei es sinnvoll, das Leistungsverzeichnis zu überarbeiten, indem es an die örtlichen Gegebenheiten angepasst wird. Statt einer Ausschreibung schlug sie vor, drei Angebote von Fachfirmen einzuholen. „Außerdem wünsche ich mir, dass in erster Linie Hasloher Unternehmen berücksichtigt werden“, sagte sie.

Heitmanns Vorschlag war, gemeinsam mit Schadendorf-Müller und Bauhof-Mitarbeitern die betroffenen Stellen zu begutachten und aufzulisten, was wirklich gemacht werden muss. „Dann können wir ja Angebote einholen“, so Heitmann zur weiteren Vorgehensweise. Einstimmig votierte der Ausschuss anschließend gegen die Auswertung des Ingenieurbüros und gleichzeitig für den Vorschlag von Heitmann.

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