Vorreiter in Sachen Integration

Das Leitungsteam, Erzieher und Kinder eröffneten die Feier zum 30-jährigen Bestehen.
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Das Leitungsteam, Erzieher und Kinder eröffneten die Feier zum 30-jährigen Bestehen.

30 Jahre Kita Regenbogen in Halstenbek: Reden, Combo-Auftritt und Spiele / „Beste Kita der Welt“

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05. Oktober 2018, 16:00 Uhr

„Hilf mir, es selbst zu tun.“ Dieser Leitsatz nach Maria Montessori prägt die Kita Regenbogen nun schon seit drei Jahrzehnten. Die Einrichtung hat vor Kurzem ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Individuelle Regenbogen-Lieder der Kinder, das Spiel der Combo Jazz Appeal und der Auftritt von Otto, dem Gaukler trugen zu einem gelungenen Fest bei.

Bürgermeister Claudius von Rüden ließ die Historie der Kita Revue passieren. Er erinnerte an die 30 Jahre alte Zeitungs-Schlagzeile „Halstenbeks Eltern rufen den Kindergarten-Notstand aus“. Der dramatische Appell von einst nach mehr Betreuungsplätzen sei die Geburtsstunde der so genannten Mütterinitiative für Kindergärten gewesen. Es habe zum Zeitpunkt der Schlagzeile in der Gemeinde lediglich den Kindergarten Erlöserkirche und den Spielkreis Bickbargen mit 116 Plätzen gegeben.

Der Appell der Eltern überzeugte die Politik. Die Gemeindevertretung gab bereits drei Monate nach Gründung der Initiative im Jahr 1988 grünes Licht für einen Spielkreis mit 20 Plätzen in den leerstehenden Räumen der Schule Süd.

Es gelang dem damaligen Team schon 1990, eine zweite Gruppe mit weiteren 20 Plätzen zu gründen. Diese kam in einem Leichtbau-Pavillon auf dem Außengelände der ehemaligen Schule unter. „In geradezu atemberaubenden Tempo gelang es, hier etwas Großartiges von Eltern für Eltern und im Schulterschluss mit der Gemeinde zu schaffen“, sagte der Bürgermeister. Mit vier Vormittagsgruppen und den unterschiedlichen Spielkreisen zog die Kita im Jahr 2011 in den Neubau an der Birkenallee um. Die Kinder werden seit 2012 in fünf Gruppen betreut.

Kirsten Osius, Geschäftsführerin der Einrichtung, und die pädagogische Leiterin Birgit Veith blickten ebenfalls zurück auf die vergangenen Jahre. „Der Regenbogen hat es geschafft, als erste Halstenbeker Einrichtung mit einer Integrationsgruppe zu starten“, erinnerte Osius. Es gebe eine breitgefächerte Unterstützung durch den paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein. „Es wurde uns im letzten Monat mitgeteilt, dass wir im Kreis Pinneberg einen sehr guten Ruf genießen“, sagte Osius. Die Kooperationen mit den anderen Kitas, den Grundschulen und den Büchereien bereicherten die Zusammenarbeit. Der Einrichtung sei es gelungen, sich als Elternverein und ohne großen Träger im Hintergrund zu etablieren. „Bei der Arbeit mit Kindern gibt es alles, nur keinen Stillstand“, ergänzte Osius. Die Halstenbeker schätzten die Einrichtung.

„Dass das Gemeinschaftsgefühl hier größer ist als in anderen Kitas liegt an der Elternarbeit“, sagte Maike Beckmann. Die seit vielen Jahren im Elternverein aktive Camilla Winter bezeichnete die Einrichtung als „beste Kita der Welt“.

Jedes Kind erhält von den Erziehern täglich eine Vielfalt von Bildungsangeboten gemäß der Bildungsleitlinien Schleswig-Holstein. Der wichtigste Grundpfeiler ist über die Jahre gleich geblieben. Die Mitarbeit der Eltern ist damals wie heute ein unerlässlicher Bestandteil für den Regenbogen. Es finden sich in der Kita immer wieder Eltern, die sich vor Ort intensiv für den Nachwuchs einsetzen.

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