Musical : Vorbereitungen und Vorfreude auf „Flashdance“ in Hamburg

Vorfreude: Tanja Rübcke mit (von links) Geschäftsführer Jens Schoenenberg, Kommunikationschef Kasper Holmboe und Regisseur Marcel Meyer-Landgrebe.
Vorfreude: Tanja Rübcke mit (von links) Geschäftsführer Jens Schoenenberg, Kommunikationschef Kasper Holmboe und Regisseur Marcel Meyer-Landgrebe.

Multitalent Tanja Rübcke prägt mit einer Doppelrolle das Musical „Flashdance“ im Mehr-Theater. Premiere am 20. September.

shz.de von
10. August 2018, 17:00 Uhr

Hamburg | In wenigen Tagen beginnen im Mehr-Theater am Großmarkt in Hamburg die Proben für das Musical „Flashdance“. Die Rollen der Darsteller sind nach monatelangen und intensiven Auditions besetzt. Jetzt herrscht bei der Produktionsfirma 2Entertain mit Geschäftsführer Jens Schoenenberg, dem künstlerischen Leiter Marcel Meyer-Landgrebe und dem Kommunikationschef Kasper Holmboe gespannte Erwartung auf eine effiziente, arbeitsintensive Probenzeit.

Die Premiere von „Flashdance“ soll am Donnerstag, 20. September im 2015 eröffneten Multifunktionstheater an der Banksstraße 28 in Hamburg stattfinden. Auch bei der Hamburger Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin Tanja Rübcke kribbelt die Vorfreude, endlich wieder in einem Musical mitspielen zu dürfen, im ganzen Körper. Denn mit dem Musical habe alles bei ihr begonnen und mit „Flashdance“ schließe sich für sie ein Kreis, erzählt die Musicaldarstellerin, die Ende der 80er Jahre nach dreijähriger Ausbildung an der Stage School of Dance and Drama unter Volker Ullmann ihr Diplom erhielt.

Doppelrolle für Rübcke

In ihrer Doppelrolle als Ms. Wilde, der Direktorin der Tanzakademie, und als Louise, der Pflegerin von Hannah, die von Gitte Haenning verkörpert wird, könne sie zeigen, was sie ursprünglich „gelernt hat und in all den Jahren darauf aufbauend erlernen durfte“, so Rübcke. Und das ist wirklich viel. Bereits im zarten Alter von zweieinhalb Jahren begann die 1969 geborene, waschechte Hamburgerin mit klassisch russischer Ballettausbildung. Mit 12 Jahren erhielt das Mädchen Gesangsunterricht bei dem niederländischen Opernsänger Arnold van Mill, mit 15 Jahren eine Musical-Teilausbildung bei Hedi Höpfner; außerdem gab sie damals ganz nebenbei schon selber Unterricht in Ballett, Stepp- und Jazztanz. Erfahrungen, die sie später in Hamburg zu einer anerkannten Größe im Tanzunterricht machte. Beste Voraussetzungen für ihre Rolle als Ms. Wilde.

Noch während des Abschluss-Semesters an der heutigen Stage School spielte sie am Ernst Deutsch Theater in dem Musical „Prairie-Saloon“ mit, kurz darauf „Himmel auf Erden“ in den Kammerspielen. 1990 übernahm Rübcke bei „Cats“ den Gesang von Sopran und Mezzo. Es folgten mit Starlight Express in Bochum erfolgreiche, aber „super anstrengende“ Monate, so die charmante Künstlerin. Tür und Tor öffneten sich dann mit der Rolle der Rizzo in „Grease“ unter Thomas Herrmanns. Ein weiterer Durchbruch gelang Rübcke mit dem Musical „Irma la Douce“ in der Kleinen Komödie unter Peter Ahrweiler. Es folgten acht Monate auf der „CS Aida“ mit Hauptrollen in vielen verkürzten Musicals. Danach vier rauschende Jahre mit „Only You“ am Neuen Theater am Holstenwall. Dafür erhielt Rübcke die „Oskarike“ als die liebenswürdigste Schauspielerin der Saison. Ab 2001 folgten 15 sehr ereignisreiche und von Erfolg gekrönte Jahre am Ohnsorg- Theater. Rock op Platt war 15 Jahre lang ein riesiger Erfolg und wurde mit dem „Pegasus-Preis“ ausgezeichnet. Am Theater lernte das Multitalent auch Fabrizio Barile kennen, mit dem sie das Musical „Fabelhafte Weihnachten“ produzierte und seit 10 Jahren „sehr glücklich liiert“ sei, so Rübcke. Ihr Kreis schließt sich mit „Flashdance“.

Das Musical „Flashdance“ ist eine Bühnenadaption des gleichnamigen Kultfilms von 1983 und wurde 2008 im Theatre Royal in Plymouth uraufgeführt. Nach England, USA und der deutschen Erstaufführung 2013 in Luzern lief das Musical von 2014 bis 2015 erfolgreich in Stockholm. Inzwischen war es schon einige Male umgeschrieben worden und erhielt einen ganz anderen Charakter als der Film. Die Hamburger übernehmen im Mehr-Theater die schwedische Version zu 90Prozent, in gestraffter Form und einigen ganz neuen Passagen, die erst nach den Aufführungen in Schweden geschrieben worden seien, so Regisseur Marcel Meyer-Landgrebe. Er empfinde diese Fassung als „besser und feinfühliger“ als den Film, denn das lebendige Theater habe mehr Möglichkeiten, die Emotionen zu zeigen, durch zügige Aktionen mehr Unterhaltungswert zu bieten und spare auch nicht mit Humor, so der engagierte künstlerische Leiter weiter. In Hamburg ist die Rolle der Hauptfigur Alex mit Hannah Leser besetzt, „Gloria“ mit Ann-Sophie Dürmeyer, Sasha di Capri spielt den Nick, Gitte Haenning die Hannah, ihre Pflegerin Louise ist Tanja Rübcke, die auch die Rolle der Direktorin der Acadamy, Ms. Wilde, übernommen hat.

 Mehr Infos unter www.mehr-theater.de

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