Vorarbeiten: Verstoß gegen den Baustopp?

Avatar_shz von
02. Februar 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg/Rellingen | Da reiben sich nicht nur Gegner der Millionen-Straße die Augen: In Sachen Westumgehung wird bereits gebuddelt. So rollten im Bereich zwischen A23 und dem Feldweg an der Hirtenwiese in der vergangenen Woche die Bagger. Das Hamburger Abendblatt zitiert Pinnebergs Bauamtschef Klaus Stieghorst mit den Worten: "Die Wiesen an der Pinnau werden umgestaltet, um Ausgleichsflächen für die Westumgehung zu schaffen." Er hoffe, dass auch mit dem Bau der Umgehung Ende 2013 oder Anfang 2014 begonnen werden könne.

Nach Informationen unserer Zeitung sorgen die im Januar begonnenen Baumaßnahmen an der Autobahn hinter den Kulissen für reichlich Aufregung. Offenbar ist fraglich, ob die Stadt gegen einen sich aus juristischen Fristen ergebenden Baustopp verstößt. Joachim Dreher (GAL) fragte Stieghorst während der Ratsversammlung am Donnerstag, ob "die Stadt Pinneberg beim Landesbetrieb Verkehr Sofortvollzug beantragt und genehmigt bekommen hat". Er forderte den Bauamtschef auf, die Fakten offenzulegen. Dazu kam es während der Sitzung nicht - dem GAL-Fraktionschef wurde eine schriftliche Antwort zugesagt. "Nach meinem juristischen Verständnis ist das Vorgehen nicht in Ordnung", so Dreher gestern. Stieghorst war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen