Neujahrsgala : Von Walzerklängen beseeltes Publikum in Schenefeld

Stefanie Fricke (Zweite von links) führte durch die Neujahrsgala.
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Stefanie Fricke (Zweite von links) führte durch die Neujahrsgala.

Die Hamburger Symphoniker bieten einen großartigen Auftakt für ein Jahr voller Freude und Gesundheit.

shz.de von
15. Januar 2018, 16:30 Uhr

Schenefeld | Auch das Jahr 2018 hat in Schenefeld mit einem musikalischen Hochgenuss begonnen – mit dem Neujahrskonzert der Symphoniker Hamburg am Freitagabend stand dieses im Zeichen bekannter Opern-Arien von Verdi und Puccini sowie Operetten-Melodien mit Werken von Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Johann Strauss. Exzellente Sänger und die humorvolle, charmante Moderation von Stefanie Fricke, der künstlerischen Leitung der Drostei, verliehen dieser Gala das Flair eines großen Opernabends. Die zum vierten Mal mit den Symphonikern Hamburg geplante Neujahrsgala wurde im Rahmen der kulturellen Leuchtturmprojekte des Kreises Pinneberg von „Die Drostei“, dem Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Elmshorn und dem Jugend- und Kinderzentrum Schenefeld präsentiert. 

Mit Verdis „La Forza del destino“ eröffneten die Musiker unter dem stringenten Dirigat von Srba Dini, Generalmusikdirektor am Staatstheater Braunschweig, schwungvoll das Konzert im ausverkauften Forum. Puren Hörgenuss bereitete die griechisch-norwegische Sopranistin Ivi Karnezi mit ihren gefühlvoll vorgetragene Arien („Un bel di vedremo“ und „Addio fiorito asil“) aus „Madame Butterfly“. Ihre Stimme brillierte in allen Lagen und sie verkörperte ihre Partien sowohl stimmlich als auch schauspielerisch.

Der in Südkorea geborene Tenor Michael Ha überzeugte mit sehr ansprechender Stimmführung und erstrahlte mit seiner Gesangspartnerin Ivi Karnezi in Duetten aus „Madame Butterfly“ und „Tosca“. Auch die Paraderolle für Tenöre, die Arie „Freunde, das Leben ist lebenswert“ aus Lehars „Giuditta“ gestaltete Ha mit seiner vollmundigen Stimmfarbe perfekt aus. „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss sorgte nach der Pause für Walzerstimmung. Weitere Programm-Höhepunkte waren Lehárs „Vilja-Lied“, die „Tritsch-Tratsch-Polka“ und natürlich – wie es sich für ein Neujahrskonzert gehört – die Walzerfolge „Wiener Blut“ von Johann Strauss. Nach lang anhaltendem Applaus und dem Radetzky-Marsch, der dritten Zugabe, honorierte das Publikum die bravouröse Leistung aller Mitwirkenden mit Standing Ovations.

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