German Cornhole Series : Von Pinneberg-Waldenau zur WM in Las Vegas

Sie starten bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas: Christian Blume (links) und Stephan Everding.
Sie starten bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas: Christian Blume (links) und Stephan Everding.

SuS Waldenau und Cornhole Kreis Pinneberg richten German Cornhole Series aus. 48 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet.

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15. April 2019, 12:00 Uhr

Pinneberg | Die Weltmeisterschaften in Las Vegas haben Christian Blume und Stephan Everding fest im Blick. Im Juli geht es in die Vereinigten Staaten. Doch vorher stand für sie wie für zwei weitere WM-Teilnehmer noch ein Zwischenstopp in Waldenau-Datum an. „Das ist ja fast wie Las Vegas“, sagte Blume lachend. Sie gehörten zu den 48 Teilnehmern beim ersten Turnier des Jahres des German Conhole Serie, das vom SuS Waldenau und dem Cornhole Kreis Pinneberg (CKP) ausgerichtet wurde.

„Aus der Nähe von Hannover“, erläuterte Blume die Herkunft wie ein Pinneberger auf Hamburg verweist. Eigentlich stammen die beiden Sportler aus Lindhorst, Landkreis Schaumburg, 4300 Einwohner. „Das meiste spielt sich im Süden ab. Daher nehmen wir gern jedes Turnier im Norden mit“, sagt Everding. Eine wirkliche Vorbereitung war es am Wochenende in der Sporthalle am Jappoweg allerdings für die beiden WM-Teilnehmer nicht. „In den USA wird auf längeren Bahnen und mit schwereren Säcken gespielt“, erläuterte Everding. 50 Gramm mehr als die üblichen 300 Gramm müssen die beiden dann werfen. „Wir fangen demnächst mal an zu trainieren“, sagte Blume. Welche Konkurrenz wartet und wie die WM abläuft, wissen beide noch nicht. Sie sind quasi Gaststarter. „Die Amis müssen sich qualifzieren, aber wir dürfen so teilnehmen. Sie sind vermutlich froh, dass Gäste aus dem Ausland kommen“, sagt Blume. Everding ergänzt: „Es ist für uns mehr Urlaub, mit einer Woche Cornhole.“

Zufrieden über das Turnier in Waldenau-Datum: Thorsten Schulz (links) und Jörn Timm.
Bastian Fröhlig
Zufrieden über das Turnier in Waldenau-Datum: Thorsten Schulz (links) und Jörn Timm.

„Wir sind sehr froh, dass so viele Sportler gekommen sind“, sagte Thorsten Schulz vom ausrichtenden SuS Waldenau. Nürnberg, Hannover, Konzim Saarland, Pellingen bei Trier, Ingelheim bei Mainz und Hamburg zählte Jörn Timm, dessen Frau zweimal Deutsche Cornhole-Meisterin wurde, die Herkunftsstätte der Teilnehmer auf. Warum ausgerechnet ein Turnier in Waldenau? „Es gibt nicht so viele Vereine und fünf große Turniere. Da braucht der Verband auch Ausrichter“, sagte Timm und diesmal hakte Schulz ein: „Hier im Norden ist nicht viel. Das nächste Turnier ist bei Hannover. Wir wollen damit das Interesse für unsere Sportart wecken.“ Kim Kant aus Pinneberg war 2012 erster Deutscher Meister im Einzelwettbewerb der Herren.

Aus zehn Metern Entfernung versuchen die Spieler, die Bean Bags in den Löchern zu versenken.
Bastian Fröhlig
Aus zehn Metern Entfernung versuchen die Spieler, die Bean Bags in den Löchern zu versenken.
 

Was muss ein Cornhole-Spieler können? „Die Konzentration lange aufrecht halten“, sagt Schulz. „Wer aus einem Ballsport wie Handball oder Basketball kommt, hat Vorteile“, so Timm. Der mehrfache Deutsche Meister Frank Mauerer aus Rust komme vom Boule. „Wer das gespielt hat, bringt gute Voraussetzungen mit“, sagte Timm. Wer es selbst einmal ausprobieren will, kann donnerstags von 19 bis 21 Uhr und sonnabends von 15 bis 17 Uhr in die Turnhalle der Grundschule Waldenau, Nieland 1, kommen und seine Zielsicherheit testen. Notwendig sind zum Start nur saubere Hallenschuhe mit heller Sohle.

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