Von Katzen mit rätselhaften Augen und cleveren Schnecken

<strong>Während einer Lesung </strong>präsentierte Sabine Maria Schoeneich das im Ellerbeker Verlag 'Edition hoch 3' erschienene Buch 'Das Häuschen Irgendwo'. <foto>Heiderhoff</foto>
Während einer Lesung präsentierte Sabine Maria Schoeneich das im Ellerbeker Verlag "Edition hoch 3" erschienene Buch "Das Häuschen Irgendwo". Heiderhoff

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04. Juni 2013, 01:14 Uhr

Pinneberg | Der schwarze Kater Herr Schiefbahn, die graue Katze Isis Bastet mit den rätselhaften grünen Augen und eine Maus wohnen in dem Häuschen Irgendwo. Als die drei Tiere einen obdachlosen, in einer karierten Sofa-Wolldecke sitzenden Mann auf der Straße finden, holen sie ihn in ihr Heim. Die Autorin Sabine Maria Schoeneich hat bei drei Lesungen in der Rathauspassage ihr erstes Kinderbuch "Das Häuschen Irgendwo" vorgestellt.

Dabei handelt es sich um ein modernes Märchen über Freundschaft ohne Grenzen. Im Zuge der Lesung las Schoeneich aus verführerisch klingenden Kapiteln wie "Klinkenputzer-Edes Geständnis und ein ziemlich nettes Schreckgespenst". Die Zuhörerinnen Evi (11) und Chantal (10) aus Pinneberg zog die Schauspielerin und Musiktheaterregisseurin in ihren Bann. "Das Buch würde ich gerne bald lesen", sagte Evi. Auch Chantal gefiel die soziale Einstellung der Tiere. "Ich fand es toll, wie Herr Schiefbahn und seine Freunde den armen Mann ins Haus geholt haben", lobte sie.

Die Autorin Schoeneich hat sich ursprünglich auf Theaterstücke für Kinder spezialisiert. Nun wechselt sie die literarische Gattung und liefert ihr erstes Kinderbuch: ein märchenhaftes Werk für kleine Leser ab acht Jahren. "Meine Figuren haben bereits viele Fans", freut sich die Autorin. Deshalb erscheint im November ein zweiter Band. Wer das in poetischer Sprache verfasste Buch mit den vielen Naturbeschreibungen liest, kann sich auf manche Überraschung gefasst machen. Konfrontiert werden Leser und Zuhörer sowohl mit zweistimmig sprechenden Hunden, als auch mit einem für die Tiere schmerzhaften Tannenzapfenhagel. "Meine Botschaft ist, im Leben ist nichts unmöglich", bringt es die Autorin auf den Punkt. Auch als Mensch könne man sich mit Tieren anfreunden.

Eine erste Anfrage, das Werk auf die Bühne zu bringen, liegt bereits vor. Für Kinder an dem Buch reizvoll: Die Illustrationen von Kathrin Matzak können sie selbst ausmalen.

Die in Rellingen lebende Schoeneich ist ebenfalls für ihre Kinderopern - etwa "Der kleine Freischütz oder Schießen ist doof" - bekannt. Die bei der Lesung in der Passage erzielten Erlöse kommen der Arbeit der Pinneberger Tafel zugute.

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