Von der Shoppingmeile zur Marke

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Die Wohnmeile Halstenbek ist das größte Gewerbegebiet der Gemeinde / Zusammenschluss 1976 / 15 000 Besucher bei Aktionen

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11. Juli 2018, 16:00 Uhr

Wirtschaft, Kultur, Freizeit – in unserer neuen Serie „Liebenswertes Halstenbek“ stellen wir unterschiedliche Aspekte des Halstenbeker Lebens vor. Heute mit der Wohnmeile Halstenbek.

Kunterbunte Firmenschilder, ein riesiger Ladenkomplex neben dem anderen – in der Wohnmeile Halstenbek an der Gärtnerstraße tummeln sich auf mehr als 100 000 Quadratmetern Fläche an die 30 Anbieter mit Autos, Wohnungseinrichtungen und elektronischen Geräten. Es ist das größte Gewerbegebiet Halstenbeks, das kontinuierlich Besucher in die 18 000-Einwohner-Gemeinde lockt. „Die Wohnmeile ist die bekannte Marke für Halstenbek“, sagt Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD). „Es ist ein toller Standort für diesen speziellen Branchenmix.“

Konsum und Kommerz – aber nicht nur: „Die Wohnmeile ist ein Treffpunkt“, sagt von Rüden. Das Herz der Wohnmeile ist die Standortgemeinschaft der Kaufleute, die regelmäßig Veranstaltungen organisiert. Vor allem die vier verkaufsoffenen Sonntage, die jedes Mal unter einem Motto stehen, haben mittlerweile Volksfestcharakter und sind Bestandteil des Halstenbeker Terminkalenders. Bühnenprogramm, TV-Stars wie zuletzt Enie van de Meiklokjes und Kinderangebote wie Hüpfburg und Co. ziehen in der Regel 10 000 bis 15 000 Menschen über das Wochenende in die Wohnmeile. „Diese Aktionen werden immer beliebter, auch bei Familien“, sagt Ann-Kristin Borcherding, Marketingleitung Schulenburg am Standort Halstenbek – eines der Geschäfte, die von Anfang mit dabei waren. Dabei soll natürlich der Euro rollen, das Rahmenprogramm sponsert aber die Standortgemeinschaft.

Seinen Anfang nahm alles 1976: Die Kaufleute an der Gärtnerstraße schlossen sich auf Initiative von Thomas Schulenburg, damals geschäftsführender Gesellschafter von Möbel Schulenburg, und Peter Bustorff, Inhaber von Bustorff Teppiche, zur Standortgemeinschaft zusammen. Die erste gemeinsame Aktion war ein Pflanzenmarkt – der Anfang der heutigen verkaufsoffenen Sonntage. Damals noch ganz rustikal, die Teilnehmer erinnerten sich später: „Es ging zu wie auf dem Hamburger Fischmarkt – und wir Geschäftsinhaber, mit Handschuhen bewaffnet, mittendrin.“ Borcherding berichtet: „Die Wohnmeile kam peu à peu zusammen.“ Und sie ging mit der Zeit. 1989 durften Geschäfte erstmals dauerhaft donnerstags länger geöffnet sein – bis 20.30 Uhr. Etwas, was heute fast selbstverständlich ist. Damals war aber die Wohnmeile laut einem Geschäftsmann sechs Wochen lang die einzige in ganz Norddeutschland, die das auch praktizierte.

Und die Zukunft? Von Rüden sagt: „Der Konkurrenzkampf mit dem Onlinehandel ist stark. Trotzdem sehen wir, dass viele in den Standort investieren, erweitern, sanieren, modernisieren.“ Das sei nicht selbstverständlich. „Es zeigt, dass die Marke und der Standort funktionieren.“ Auch das angrenzende Greve-Areal soll nun endlich entwickelt werden. Im August soll die Planungsgrundlage vorgestellt werden, auf weiteren 7,5 Hektar entstehen dann Gewerbe und Wohnbebauung. „Die Wirtschaft wird am Standort gestärkt. Das ist auch für die Wohnmeile und die Gemeinde gut,“ sagt von Rüden. In der Zwischenzeit lockt erstmal am 30. September der nächste verkaufsoffene Sonntag. Diesmal mit Oktoberfest.

Den nächsten Serienteil lesen Sie am Mittwoch, 18. Juli.

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