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Pinneberger Tageblatt

21. September 2017 | 18:05 Uhr

Vom Kantor zum Fachinformatiker

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Abschied Halstenbeks Kirchenmusiker Stefan Rasch lässt sich umschulen

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 16:00 Uhr

Fünf Jahre Fulda, zwei Jahre Rellingen, fünfeinhalb Jahre Halstenbek – Stefan Rasch (41) ist mit Leib und Seele Vollblutmusiker. Begnadeter Organist, Orchesterleiter, Chorleiter. Doch nach dem jüngsten Konzert in der Halstenbeker Erlöserkirche sickerten die ersten Gerüchte durch. Rasch hört mit der Profi-Musik auf. Und wolle sich als Fachinformatiker ganz neu justieren. „Stimmt“, bestätigte Rasch gegenüber unserer Zeitung. Ende August ist Schluss.

Damit steht nach dem Weggang im Februar 2017 von Hye-Yeon Ko, sieben Jahre lang Kirchenmusikerin in Krupunder, die Kirchengemeinde Halstenbek ohne Kantoren dar. Für Rasch sind es ausschließlich persönliche Gründe, die ihn zu dem Schritt bewegt haben. „Ich bin Musiker. Und bleibe es. Aber als Kantor muss man viel machen und kann oft nicht das tun, was man möchte“, sagt er. Er wollte nicht warten, bis die Situation auf die Psyche oder die Gesundheit schlägt.

Wie soll die Vakanz überbrückt werden? Rasch: „Zum 1. Januar 2018 will die Kirchengemeinde eine 100-Prozent-Stelle ausschreiben und besetzen.“ Sein Nachfolger würde alle Aufgaben übernehmen, außer der Leitung der Kirchenchöre. Eine halbe Stelle würde dann ein für Kirchenmusik affiener Diakon besetzen.

Rasch wird in Halstenbek wohnen bleiben. Ab August beginnt er bei einer Firma im Ort die dreijährige Ausbildung zum Fachinformatiker. In der Zeit von September bis Dezember wird er die Kirchengemeinde aber nicht im Stich lassen: „Für Gottesdienst-Vertretungen und die Betreuung des Jugendchors aChoir stehe ich zur Verfügung.“

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