Volkswerft Stralsund: Neubeginn mit Offshore-Plattformen

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02. Juni 2014, 15:10 Uhr

Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann (vorn) vor kritisch dreinblickenden Werftarbeitern auf dem Gelände der Volkswerft in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern): Er informierte die Belegschaft gestern über die Übergabe der Volkswerft an die Nordic-Yards-Gruppe des russischen Unternehmers Witali Jussufow. Die Werft war zum 1. Juni und damit 21 Monate nach der Insolvenz verkauft worden.

In Stralsund sollen nun zunächst Offshore-Plattformen für Windparks gebaut werden. Derzeit bearbeite Nordic Yards zehn Projekte für AC-Konverterplattformen, sagte Nordic Yards-Geschäftsführer Jürgen Wollny. Nordic sei zuversichtlich, aus diesem Segment Aufträge akquirieren und im Herbst mit dem Bau beginnen zu können.

Während in der Nordsee die Netzanbindung in der Regel über Gleichstrom (DC/engl.: direct current) erfolgt, wird in der Ostsee Drehstrom (AC/engl.: alternating current) angewandt. Mit ihrer Lage an der Ostsee hätten die Nordic-Werften einen Standortvorteil für den Bau dieser Plattformen, sagte Wollny gestern. Für schnelle Arbeit soll aber der Reparaturbereich sorgen, den Nordic mit der Werft übernommen hatte.

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