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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:19 Uhr

Voght-Schule: Das Konzept steht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Schulausbau Architekturbüro PBR präsentiert Planung / 11,5 Millionen für Sanierung und Anbau / Zukunft der Oase noch ungewiss

von
erstellt am 15.Jun.2017 | 16:00 Uhr

So soll’s aussehen, wenn’s fertig ist: Bürgermeister Marc Trampe (parteilos), der Schulleiter Jochen Kähler und das Planungsbüro Rohling (PBR) aus Hamburg haben die Pläne zum Neubau an der Rellinger Caspar-Voght-Schule (CVS) präsentiert. Trampe sagte beim Kickoff-Meeting im Aquarium der CVS: „Es wird ein funktionaler Bau aus rotem Klinker, der sich gut in Rellingen einfügen wird und für die Gemeinde einen Wiedererkennungswert hat.“

Nach langer Planungszeit hat sich das PBR-Konzept unter zahlreichen Bewerbungen durchgesetzt, und in der Bauausschusssitzung am 16. Mai wurde die Beauftragung des Architekturbüros beschlossen. Als Generalplaner wird es die Sanierung und Umgestaltung des Altbestands sowie den Anbau für die gymnasiale Oberstufe, die es ab dem Schuljahr 2017/2018 an der CVS geben wird, umsetzen. Für das Projekt zeichnet der Architekt Christian Roestel verantwortlich.

Geplant hat er einen dreigeschossigen Neubau, in dem Platz ist für Klassen der Gemeinschaftsschule und für den Förderunterricht, der dann aus der Grundschule ausziehen wird. Auch die Mensa wird zukünftig im Neubau zu finden sein. Dadurch ist im Altbau, der in den 1970er Jahren erbaut wurde und nun saniert wird, Platz für eine Umgestaltung und neue Raumnutzung. Dadurch entstehen laut dem Schulleiter Kähler neue Ecken und Nischen zum Aufenthalt für die Schüler sowie Beratungsräume für individualisiertes Lernen. Die Schule ist an der Neugestaltung ihren Bedürfnissen entsprechend beteiligt. Kähler sagte: „Es ist eine Riesenchance für eine Schule, das gemeinsam mit dem Träger umzusetzen. Wir können richtig mitgestalten für ein zeitgemäßes Lernen.“

Die größte Neuerung wird aber die Funktion des Neubaus sein: Er wird als Gesicht der Schule die bisherigen Einzelgebäude verbinden. Roestel erläuterte: „Durch eine neue Eingangshalle geht es rechts zur Oberstufe, links zur Gemeinschaftsschule und hinten durch zur Grundschule. So wird die Voght-Schule als eine Schule wahrnehmbar.“ Schmuckstück wird eine lichtdurchflutete Aula mit Bühne im Zentrum der Schule. Die genaue Umsetzung – Materialien, Nachhaltigkeit, Digitalisierung – wird demnächst besprochen.

Mit dem Anbau wächst die CVS auf eine Gesamtfläche von 8600 Quadratmetern an. Die Gemeinde als Schulträger und Alleinfinanzierer rechnet mit Kosten von 11,5 Millionen Euro plus Außenplanung. Die Sanierung des Altbaus startet 2018, einzelne Schülergruppen werden dafür ausgelagert. Zunächst zieht die Förderschule in die Heidestraße um. Der Anbau startet 2019 und soll 2020 bezugsfertig sein. Der Jugendtreff Oase, der sich auf dem Schulgelände befindet, wurde dabei nicht überplant. Ob er aber an dem Standort bleibt oder in den Ortskern zieht, ist derzeit noch immer offen.

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