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Pinneberger Tageblatt

22. Oktober 2017 | 20:11 Uhr

Pinneberg : Vision für den Nachwuchs

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kinderschutzbund plant ein Eltern-Kind-Zentrum. Nun werden Geldgeber und Räumlichkeiten gesucht.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Christina Hilger hat eine Vision: Die stellvertretende Vorsitzende des Pinneberger Kinderschutzbunds möchte gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen eine Begegnungsstätte für alle Eltern der Kreisstadt schaffen. Ein Ort, an dem alltägliche Probleme ebenso diskutiert werden können wie große Krisen. Im Austausch mit anderen Eltern, oder im Gespräch mit Pädagogen oder Hebammen. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen. Doch einen ersten Vertrauensbeweis gab es schon. Beim Neujahrsempfang zeichnete die Stadt den Kinderschutzbund mit ihrem Bürgerzukunftspreis aus.

30 Jahre lang betrieb der Kinderschutzbund Pinneberg seine eigene Kita in der Friedrich-Ebert-Straße.
37 Kinder betreute der Verein dort zuletzt. Im Juli 2012 war dann Schluss. Das Kita-Gebäude musste dem Neubau des Edeka-Frischemarkts weichen. Der Vorstand suchte zunächst sogar händeringend nach Büroräumen, bis das Team schließlich im Haus der Johanniter in der Koppelstraße unterkam. „Dann haben wir intensiv ein neues, größeres Projekt gesucht“, erzählt Hilger. Die Mitarbeiter hörten sich in der Kreisstadt um. „Wir wollten wissen, welche Sorgen Eltern in Pinneberg haben.“ Das Fazit: Trotz bestehender Angebote anderer Sozialträger, bestehe weiterhin Bedarf nach einer möglichst niedrigschwelligen und umfassenden Beratungseinrichtung. Hilger: „Es scheint Eltern zu geben, die bereits existierende Angebote – aus welchen Gründen auch immer – nicht annehmen wollen.“ Dem Kinderschutzbund schwebt ein möglichst unverbindliches und kostenloses Projekt vor – „Eltern-Kind-Zentrum“ lautet der Arbeitstitel. „Mehrmals in der Woche sollen Eltern einfach vorbeischauen können, ganz ohne Anmeldung, und Beratung und Hilfe finden“, erklärt Hilger. Auch ein gemeinsames Frühstück ist in diesem Rahmen geplant. Bei schwerwiegenden Problemen soll das Eltern-Kind-Zentrum helfen, den richtigen Ansprechpartner zu finden. „Wir haben das erste Konzept erfahrenen Pädagogen vorgestellt, danach haben wir erstmal einiges wieder verworfen.“

Nun ist der Verein auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und Geldgebern, die das Projekt fördern möchten. „Der Bürgerzukunftspreis ist dabei ein guter Türöffner und hilft, Kontakte zu knüpfen“, betont Hilger. In punkto Finanzierung habe der Verein bereits vielversprechende Gespräche geführt. Eine Heimat hat das Eltern-Kind-Zentrum nocht nicht. „Wir dürften zwar die Räume der Johanniter mitbenutzen, aber das wäre keine Dauerlösung.“ Es sei wichtig, dass die Besucher eine feste Anlaufstelle haben.

Auch wenn der Weg zum Eltern-Kind-Zentrum noch weit ist – am liebsten würde der Verein noch dieses Jahr loslegen.

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