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Pinneberger Tageblatt

19. November 2017 | 11:46 Uhr

Viele Wege führen zu Martin Luther

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Festwoche Christliche Gemeinden aus Pinneberg und Umgebung nähern sich der Reformation aus unterschiedlichen Perspektiven

„Wir steuern auf den Höhepunkt zu“, kündigt Pastor Harald Schmidt von der Lutherkirche Pinneberg das Programm der Festwoche an. Von Montag, 30. Oktober, bis Sonnabend, 4. November, wird der 500. Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther gefeiert. Jeden Abend gibt es um 19 Uhr eine kostenfreie Veranstaltung in einer anderen christlichen Gemeinde in Pinneberg. „Eine Besonderheit, über die wir uns sehr freuen“, hebt Schmidt die ökumenische Note der Festwoche hervor.

„Außerdem sprengen wir dieses Jahr auch den Bereich Pinneberg“, betont Schmidt. Denn den Auftakt der Festwoche übernimmt am Montag Bernd Andresen. Er ist Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in der Osterkirche, Langenbargen 2 in Kummerfeld. In seinem Vortrag „Blickpunkt Luther“ spricht er über die verschiedenen Darstellungen von Luther. „Pastor Andresen hat ein großes Gespür für diese Bilder“, erklärt Probst Thomas Drope.

Am Dienstag wird der 500. Reformationstag in der Pinneberger Lutherkirche, Kirchhofsweg 76a, mit einem Festgottesdienst gefeiert. „Wir wollen eine Veränderung sichtbar machen“, so Schmidt, „daher haben wir viele Gäste aus den verschiedenen Gemeinden eingeladen.“ Die musikalische Gestaltung übernimmt Kantor Klaus Schöbel. „Ziel unserer Musik ist es, den Raum wahrnehmbar zu machen“, erläutert er. Um diesen musikalischen Effekt zu erzeugen, werden mehrere Chor-Gruppen an verschiedenen Stellen singen.

In der Heilig-Geist-Kirchengemeinde Pinneberg beschäftigt sich Pastorin Dorothea Pape am Mittwoch mit der Einstellung von Luther zum Judentum. Zu Gast ist an diesem Abend Mashe Navon, Landesrabbi der liberalen Juden aus Hamburg. „Viele Zitate von Luther sind schwierig und wir wollen uns in der Festwoche auch solchen Themen stellen“, schildert Drope.

Mit dem Titel „Mut tut gut“ gibt es am Donnerstag einen speziell für Jugendliche ausgelegten Gottesdienst in der Christuskirche, Bahnhofstrasse 2, in Pinneberg. Vorbereitet wird der Gottesdienst zusammen mit der Johannes Brahms Schule aus Pinneberg.

Am Freitag nähert sich die Kirchengemeinde St. Michael, Fahltskamp 14, Luther aus katholischer Sicht. Als Referent spricht Burkhard Neumann, Direktor des Johnn-Adam-Möhler-Instituts für Ökumentik in Paderborn. „Wir wollen an diesem Abend herausfinden, was uns eint und nicht was uns trennt“, merkt Peter Kleinort an, Mitglied des Kirchenvorstandes der katholischen Kirchengemeinde aus Pinneberg.

Zum Abschluss wird gemeinsam am Sonnabend in der evangelisch-Freikirchlichen Kirche am Fahlt, Fahltskamp 79, ein Bufett zusammengestellt. „Die ganze Woche war es ernst“, spaßt Pastor Hartmut Riemenschneider. Nun sollen amüsante Anekdoten aus dem Leben Luthers zum Besten gegeben werden.

Die Gemeinden freuen sich auf alte und neue Gesichter. Das Programm der Festwoche gibt es online.

www.500-pinneberg.de

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