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Pinneberger Tageblatt

22. November 2017 | 00:28 Uhr

Viel Verkehr, aber weniger Unfälle

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Analyse Weiterhin keine markanten Gefahrenpunkte in Pinneberg / Am häufigsten wird die Vorfahrt missachtet

von
erstellt am 12.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Auf den Straßen in der Pinneberger Innenstadt geht oft gar nichts mehr. In der Rush Hour quälen sich die Blechlawinen Meter um Meter weiter. Gefühlt müsste es ständig krachen und Polizei- und Krankenwagen anrollen. Doch die Verkehrsstatistik 2016, die Matthias Wieske, Leiter der Polizeistation Pinneberg, unserer Zeitung vorstellte, spricht eine ganz andere Sprache. Demnach sind die Verkehrsunfälle in der Kreisstadt von 257 (2015) auf 241 (2016) zurückgegangen. Bei den Unfällen mit Personenschaden sind die Zahlen rückläufig: von 166 (2015) auf 143      (2016). Wie bereits im vergangenen Jahr kommt der Revierleiter auch jetzt zu dem Fazit: „Es gibt keine Unfallschwerpunkte.“

Im Bereich Wedeler Weg/LSE gab es 2016 insgesamt neun Unfälle – 2015 waren es sieben. Am Hindenburgdamm krachte es dreimal, auf der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Bismarckstraße stießen zwei Autos zusammen, auf der Mühlenstraße/ Ecke Kirchhofsweg krachte es im Laufe eines Jahres sechsmal, und im Bereich der Kreuzung Elmshorner Straße kam es 2017 zu acht Unfällen. „Das ist nichts, wenn man bedenkt, dass hier täglich mehr als 20 000 Autos fahren“, so Wieske. Wenn 2018 die Westumgehung fertig ist, rechnet Wieske mit einem drastischen Rückgang des Verkehrs auf der Elmshorner Straße. „Dann kann man mal über Tempo 30 reden“, scherzt er.

Die beste Nachricht allerdings lautet: Es gab in Pinneberg 2016 keine Verkehrstoten zu beklagen. Insgesamt gab es 160 Verletzte, 28 weniger als 2015. Die Statistik verzeichnet 14 Schwerverletzte in 2016, zwei mehr als im Jahr zuvor. In Unfälle waren 2016 18 Fußgänger involviert, davon wurden 15 leicht und drei schwer verletzt. Radfahrunfälle gab es 2016 insgesamt 68, 2015 waren es noch 88.


Unfälle mit Kindern
leicht gestiegen


Kein schönes Thema, aber die Statistik muss sie verzeichnen: Unfälle mit Kindern. Die Fälle stiegen um drei auf 27. Die Anzahl der leicht verletzten Jungen und Mädchen blieb mit 20 gleich, bei zwei Unfällen wurden die beteiligten Kinder schwer verletzt. Hierbei handelte es sich um Fußgänger zwischen elf und 14 Jahren, die angefahren wurden.

Bemerkenswert und positiv: Die Statistik nennt keine Schulwegunfälle – wohl auch, weil vor vielen Schulen und Kindergärten in der Kreisstadt Tempo 30 gilt. Im Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstagabend hatten Grüne & Unabhängige, SPD und die Bürgernahen sich durchsetzen können mit einem Antrag, die Einführung von Tempo 30 vor Schulen, Kitas und Altenheimen, an denen es bislang noch keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, prüfen zu lassen.

Auch die Unfallursachen nennt die Statistik: In den meisten Fällen – 2016 waren es 51 – wurde die Vorfahrt missachtet. Dann folgen schon Geschwindigkeitsüberschreitungen mit 28 (2016) und Fehler beim Abbiegen mit 17 (2016) Fällen.
Alkohol spielte bei den Unfällen weiterhin eine Rolle. 2016 gab es mit 14 Fällen drei mehr als 2015. Gab es 2015 noch einen Unfall unter Drogen, so verzeichnet die Statistik 2016 keinen einzigen. 2014 lag die Zahl bei 30. Grund für die drastischen Abnahmen sind die verstärkten Anstrengungen der Polizei, solche Vergehen durch vermehrte Kontrollen auszumerzen – das Ziel wurde erreicht.

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