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Borstel-Hohenraden : Viel Theater um „Rum ut Jamaika“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Theotervereen Bossel-Hogenfiedel präsentiert den plattdeutschen Schwank am 24., 25., und 26. Oktober.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 12:15 Uhr

Borstel-Hohenraden | „Rum ut Jamaika“ heißt das neue Stück des Theotervereens Bossel-Hogenfiedel. Die Laienschauspieler führen den plattdeutschen Schwank in vier Akten von Gerhard Bohde am 24., 25., und 26. Oktober auf. „Das Stück ist sehr lustig und spannend“, freut sich Regisseur Günter Kuhn. Das Stück sei geeignet, um den Charme und Humor der plattdeutschen Sprache mal wieder zu entdecken.

Kuhn probt mit seiner achtköpfigen Schauspielgruppe bereits seit August. Männer und Frauen trafen sich jeweils getrennt einmal in der Woche. Grund: Im ersten Akt spielen alleinig Frauen, im zweiten nur Männer und im dritten wieder ausschließlich Frauen. Erst im vierten Akt stehen die beteiligten weiblichen und männlichen Akteure gemeinsam auf der Bühne.

Zur Handlung: Nachdem das Fischerdorf Kleisiel eingedeicht wurde, sind die Fischer abgewandert und auch die Wirtschaft von Petronella Priggenpahl läuft schlecht. Drei Frauen treffen sich in der Gaststube von Petronella. Die Seenotrettungsstation ist häufiges Thema. Denn dorthin verschwinden die Männer klammheimlich, ohne über ihre Tätigkeiten zu informieren. Die Station hat eigentlich seit der Eindeichung ihre Bedeutung verloren.

Die Frauen vermuten deshalb, dass ihnen die Männer ein Geheimnis verschweigen. Hilfe bei der Lösung des Problems bekommen sie von Heidi, einem jungen Mädchen, obwohl sie auf den ersten Blick so gar nicht den Erwartungen von Petronella entspricht. Denn die Wirtin ist auf der Suche nach einer Angestellten. „Ik bruuk een, de as Froo wat mehr optowiesen hett, een mit Kurven un gleunige Oogen un pickswatte Hoor, oder ok rode. Weet ji so’n rasante Deern, wo de Manns lüüd op fleegt“, schimpft Petronella bei der ersten Begegnung.

Der Theotervereen Bossel-Hogenfiedel bringt bereits seit vielen Jahren – jeweils ein plattdeutsches und ein hochdeutsches Stück sowie ein Weihnachtsmärchen – auf die Bühne. Das erste plattdeutsche Stück führten die Laienschauspieler im Jahre 1979 auf. „Wir sind alle begeistert dabei“, bringt es Kuhn auf den Punkt. „Rum ut Jamaica“, ist bereits das 61. Theaterstück, in dem der 75-Jährige als Regisseur agiert. Oberstes Ziel des Theotervereens ist es, die plattdeutsche Sprache zu pflegen. Die Aufführungen beginnen jeweils um 20 Uhr in der Johannes-Schneider-Halle in Borstel-Hohenraden an der Quickborner Straße 99. Einlass ist schon um 19 Uhr. Für den Vorverkauf gibt es zwei Verkaufsstellen: Silke Scharnweber, Harbrookweg 10, Telefon 04101-72304 und Rita Kühn, Quickborner Straße 42a, Telefon: 0172-5465099. Karten kosten acht Euro, ermäßigt sieben Euro.

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