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Fusion von Tornesch & Uetersen : Viel Pro, viel Contra

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jede Menge Gründe für und gegen den Zusammenschluss: Bei uns kommen Befürworter und Gegner der Fusion zu Wort. Im Internet ist die Sache allerdings schon entschieden.

shz.de von
erstellt am 15.Sep.2013 | 12:00 Uhr

In sieben Tagen entscheiden die Bürger von Uetersen und Tornesch über die mögliche Fusion beider Städte. Bevor jedoch die Entscheidung fällt, kommen bei uns Gegner und Befürworter eines möglichen Zusammenschlusses zu Wort.

Während Torneschs Bürgermeister Roland Krügel klar für die Fusion Stellung bezieht, setzt Torneschs SPD-Fraktionschefin Verena Fischer-Neumann darauf, Tornesch solle auch in Zukunft eigenständig bleiben.

In einer nicht repräsentativen Umfrage auf unserer Internetseite zeigt sich ebenfalls ein klarer Trend. 75 Prozent der Nutzer sprechen sich gegen eine Fusion aus. Nur 21 Prozent befürworten ein Zusammengehen (Stand: 13. September).

PRO - Roland Krügel, Bürgermeister von Tornesch:
„Beide Städte allein schaffen die Herausforderungen nicht“

Tornesch und Uetersen sind allein viel zu klein. In Hamburg kennt kaum jemand unsere Städte. Entsprechend schwer ist es auch, Auspendler aus Hamburg hier für unsere Arbeitsplätze zu gewinnen. Die Ortsgrenzen zwischen Tornesch und Uetersen sind nicht erkennbar. Wenn die Ortstafeln nicht wären, könnte ein Fremder nicht feststellen, dass wir zwei Städte sind. Eine größere Stadt entwickelt viel mehr Eigendynamik. Nicht umsonst geht der Trend zurück in die Städte. Norderstedt wäre niemals so gut gewachsen, wenn die vier Gemeinden allein geblieben wären. Es ist schon ein gewaltiger Luxus, sich zwei Verwaltungen zu leisten, wenn eine ausreichend wäre. Warum soll Tornesch wegen seiner Steuerkraft auf Dauer für alle Kommunen in Schleswig-Holstein zahlen? Dann wäre es doch einfacher, wir würden nur die Uetersener Schulden übernehmen. Da ist ein Ende absehbar.

CONTRA - Verena Fischer-Neumann, SPD Tornesch:
„Es gibt viel zu tun, aber das kriegen wir allein besser hin“

Um sich den bürokratischen und logistischen Herausforderungen einer Fusion zu stellen, müssten gesicherte Vorteile in Aussicht stehen. Diese sind für die Tornescherinnen und Tornescher aber nicht zu erkennen. Sehr offensichtlich sind stattdessen die Bereiche, in denen garantiert keine Vorteile zu erzielen sind. Eine Fusion würde für die Tornescher keine Vorteile bringen in den Bereichen: Rathausstandort, Gebühren, Steuern, Zugriff auf Gewerbeflächen, Ausstattung mit Kindertagesstättenplätzen, Sportstätten und Verkehrsinfrastruktur. Die Örtlichkeiten in Uetersen, wie Rosarium, Langes Tannen, Marktplatz oder Kino würden keinen Millimeter näher an die Tornescher heranrücken. Entscheidungen würden zukünftig für eine größere Einheit getroffen werden. Dass dies dem heutigen Tornesch zugute käme, ist zu bezweifeln. Deshalb: Es gibt viel zu tun in Tornesch, aber das kriegen wir besser selber hin.

Zwei weitere Infoveranstaltungen:

Mit letzten Informationen vor der Entscheidung können sich die Bürger bei zwei Veranstaltungen versorgen: Die SPD Tornesch lädt für Dienstag, 17. September, ab 19.30 Uhr in den Kleinen Friedrich (Friedrichstraße) ein.

Die Junge Union Tornesch-Uetersen setzt am Mittwoch, 18. September, ab 19 Uhr in Krögers Gasthof (Ahrenloher Sraße 169, Tornesch) den Schlusspunkt vor der Abstimmung. Dort wollen die Jungpolitiker auch die GewinnerVorschläge ihres Namenswettbewerbs vorstellen.  

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