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JottZett in Tornesch : Viel Lob für 25 Jahre Jugendarbeit

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Einrichtung feiert Jubiläum mit einem Festakt und einem „Tag der offenen Tür“. Das Team entwickelt das Ferienprogramm stetig weiter.

Tornesch | „Ich freue mich, dass so viele Menschen, die mit dem JottZett in den letzten 25 Jahren zu tun hatten, heute hier sind“, sagte Bürgermeister Roland Krügel (CDU) am Sonnabend bei der Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen der Jugendeinrichtung. Das Stadtoberhaupt blickte auf die Jugendarbeit seit 1976 zurück, die damals mit einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin eingerichtet wurde – damals noch in Ahrenlohe. 1984 erfolgte der Umzug ins Deutsche Haus im Gärtnerweg.

„Ende der 1980er Jahre ging es dann darum, wie Jugendarbeit in Tornesch ablaufen soll“, erinnerte sich Krügel und ergänzte lachend: „Das war eine Aktion damals.“ Der erste Entwurf für das JottZett im Stil eines Bauernhofes überzeugte alle, doch glaubte niemand an die Umsetzung. Daher habe man sich für den zweitbesten Beitrag der Ausschreibung entschieden – das heutige Gebäude. „Es gab für jeden Angebote“, sagte Krügel. Am 1. April 1995 übernahm Dieter Krüger die Leitung des Hauses, der es auch heute noch führt.

„In den 20 Jahren wurde das Ferienprogramm für Kinder hervorragend weiterentwickelt“, lobte das Stadtoberhaupt. Zuvor war dieses von der Gemeinde organisiert worden. Zudem wurde das Fest zum Weltkindertag etabliert. „Die Veranstaltung ist nicht mehr wegzudenken“, sagte Krügel und kommentierte süffisant: „Man muss den Kindern keinen 50-Euro-Schein mitgeben wie auf dem Dom. Das gibt es bei uns nicht.“

Die nächste Herausforderung sei der Neubau der Klaus-Groth-Schule gewesen. „Ich denke, das ist uns gut gelungen. Der gesamte Komplex sieht aus wie aus einem Guss“, sagte Krügel. Mit der neuen Schule bekam auch das JottZett neue Aufgaben und organisierte den offenen Ganztag in der Johannes-Schwennesen-Schule. „Das Team ist komplett, leistet gute Arbeit und ich hoffe, dass es so bleibt“, sagte Krügel abschließend.

Die Freizeitgestaltung ändert sich

„Die Freizeitgestaltung von Jugendlichen sah damals anders aus als heute“, sagte Horst Lichte (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Kultur und Bildung. Schulschluss sei um 13 Uhr gewesen. Der Blick in die Fernsehzeitung habe deutlich weniger Angebote geliefert und die technische Entwicklung sei in den letzten 25 Jahren rasant gewesen. „Das Wort Internet hat niemand gekannt. Auch nicht WhatsApp oder Facebook“, sagte Lichte. „Heute hat es das Jugendzentrum schwer, etwas anzubieten, das zwischen Aufs-Handy-Gucken attraktiv ist.“ Er lobte, dass dies den Mitarbeitern immer wieder gelinge. „Mit der neuen Besetzung sieht es so aus, als würde das Haus wieder durchstarten“, sagte Lichte.

„Aufgrund der Ereignisse gestern in Frankreich habe ich überlegt, ob ich meine Rede umschreibe“, sagte Ratsfrau Silke Sörensen (CDU) und betonte: „Nein. Lasst uns feiern. Jetzt erst recht. Lasst uns an einem Ort feiern, an dem Jugendliche zusammenkommen.“ Das betonte auch JottZett-Leiter Dietmar Krüger: „Das JottZett soll ein Ort der Freude sein. Wir verstehen uns als Familienzentrum für freizeitpädagogische Inhalte. Wir sind Teil der Stadt und wollen es bleiben.“ Nach dem offiziellen Empfang feierte das JottZett mit einem „Tag der offenen Tür“, bei dem sich die verschiedenen Gruppen des Hauses auf der Bühne präsentierten.

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erstellt am 17.Nov.2015 | 10:00 Uhr

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