VHS Ellerbek – Eine Erfolgsgeschichte

Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP, links) und VHS-Leiter Wofgang Domeyer präsentieren den neuen Flyer.
Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP, links) und VHS-Leiter Wofgang Domeyer präsentieren den neuen Flyer.

Bilanz Bildungseinrichtung bietet seit einem Jahr Kurse in der Gemeinde an

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14. Januar 2017, 16:00 Uhr

Nachdem die eigenständige Bönningstedter Volkshochschule (VHS) Ende 2015 nach 40 Jahren den Betrieb einstellte, entschied der Ellerbeker Gemeinderat einstimmig, eine Kooperation mit der Pinneberger VHS einzugehen, um auch weiterhin Bildungsangebote für Erwachsene und Kinder bereit halten zu können. Nach dem ersten Jahr ziehen der VHS-Leiter Wolfgang Domeyer und Ellerbeks Bürgermeister Günther Hildebrand (FDP) Bilanz.

„Es ist in jeder Hinsicht gut gelaufen“, bringt es Domeyer auf den Punkt. Das Angebot sei sehr gut angenommen worden. „In Zahlen ausgedrückt: Wir haben in zwei Semestern 1200 Unterrichtsstunden in 75 Kursen angeboten, die von 880 Teilnehmern besucht wurden“, sagte Domeyer.


Bewährtes behalten, Neues ausprobieren


Fünf Räume stehen derzeit zur Verfügung: Der Sitzungsraum, der Kulturtreff, das Schwimmbad und ein Raum im Vereinsheim des TSV Ellerbek am Rugenbergener Mühlenweg sowie die Seniorenbegegnungsstätte am Heidkoppelweg.

„Wir haben vieles aus dem ehemaligen Bönningstedter Programm fortgesetzt, dafür fahren die Teilnehmer auch gern nach Ellerbek“, so Domeyers Erfahrung. Die Angebote seien in den Bereichen EDV, PC und Smartphone, Sprachen, Yoga und Wassergymnastik für Erwachsene sowie Schwimmkurse für Kinder angesiedelt. „Darüber hinaus bieten wir seit zwei Semestern auch die Theaterfahrten an, die von 48 Teilnehmern wahrgenommen werden“, berichtete Domeyer. Besonders wichtig sei ihm dabei, dass es dazu Vorbereitungsabende zur Einführung in das jeweilige Stück gebe.

Auch die finanzielle Bilanz stimme: „Unterm Strich arbeiten wir nicht defizitär“, betonte Hildebrand. Die Gemeinde zahle einen Zuschuss von 15 Euro je Unterrichtsstunde und erhalte im Gegenzug Miete für die Nutzung der Räume. Für ihn sei wichtig, dass die ohnehin vorhandenen Räume eine optimale Auslastung erfahren. Etwa 20 Prozent der Teilnehmer stammten aus Ellerbek. „Das ist eine gute Quote“, sagte Domeyer. Das Angebot solle sowohl Ellerbekern als auch Menschen aus anderen Gemeinden zugute kommen.

„Viele Ellerbeker besuchen ja auch Bildungseinrichtungen in anderen Kommunen – das ist in einer mobilen Gesellschaft völlig normal“, sagte Hildebrand. Die Gemeinde habe eine Gesamtverantwortung für Bildung, da sei Erbsenzählerei nicht angebracht. „Würden wir die Kurse nur für Ellerbeker anbieten, wäre so ein Angebot gar nicht möglich“, betonte der Bürgermeister. Und Domeyer ergänzte: „Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, nur Hamburgern den Eintritt in die Elbphilharmonie zu gewähren.“

Im dritten Semester werden 30 Kurse angeboten, die auf einem eigenen Flyer zusammengefasst sind. Dieser wird auch in den Nachbargemeinden verteilt. „Für die Zukunft überlegen wir, den kulturellen und kreativen Bereich weiter auszubauen“, kündigte Domeyer an. Zunächst habe es gegolten, Schwerpunkte zu setzen. „Weitere Angebote müssen wir austesten – eine Entwicklung ist sonst nicht möglich“, sagte der VHS-Leiter.

Hildebrand ist stolz darauf, Ellerbek als VHS-Standort etabliert zu haben. „Wir sind sehr zufrieden, das ist das, was wir wollten“, betonte er. Schließlich sei die Gemeinde nicht nur dazu da, kaputte Straßen zu reparieren.

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