ÖPNV : VHH sucht 100 Busfahrer für den Kreis Pinneberg

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100 neue Busfahrer suchen die VHH mit einer groß angelegten Plakataktion. Busfahrer wie Christine Krüger. Sie fährt seit 13 Jahren Menschen durch den Kreis Pinneberg. „Ein Traumjob“, sagt sie.
100 neue Busfahrer suchen die VHH mit einer groß angelegten Plakataktion. Busfahrer wie Christine Krüger. Sie fährt seit 13 Jahren Menschen durch den Kreis Pinneberg. „Ein Traumjob“, sagt sie.

Mit einer groß angelegten Kampagne suchen die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein neue Mitarbeiter.

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27. September 2018, 14:00 Uhr

Schenefeld | Madeleine hat schon immer gern an technischen Modellen geschraubt. Zeynep ist durch ihre fünf kleineren Geschwister ein Organisationstalent. Was sie eint: Beide haben ihre Stärken zum Beruf gemacht und seit dieser Woche prangen ihre Fotos überlebensgroß auf 20 Bussen der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH). Mit seiner Kampagne sucht das mit 1600 Mitarbeitern zweitgrößte Verkehrsunternehmen im Norden neue Mitarbeiter. Denn es wird immer schwieriger ausreichend Fachkräfte zu finden. 

„Im kommenden Jahr suchen wir allein 100 neue Kollegen im Fahrdienst“, sagt VHH-Geschäftsführer Toralf Müller. Die Gründe dafür seien vielfältig. Zum einen gingen rund 60 Fahrer in Rente, zum anderen würden immer mehr Menschen mit dem Bus fahren, der Fahrplan müsse ausgeweitet werden, und folglich mehr Busfahrer würden gebraucht.

Dafür soll die neue Kampagne werben. Insgesamt neun Motive umfasst die Aktion mit dem Titel „Weil du es kannst“. Sie zeigt keine Models sondern echte VHH-Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag als KfZ-Mechatronikerin in Hochvolttechnik, Fachkraft im Fahrdienst oder Kauffrau für Verkehrsservice. „Vieles, was man im Privatleben gerne macht, kann man hier bei uns auch im Beruf einbringen“, erklärt Marketingleiterin Susanne Rieschick-Dziabas den Hintergrund der Aktion. Insbesondere Frauen sollen durch die Kampagne angesprochen werden. Knapp 14 Prozent der Busfahrer der VHH sind derzeit weiblich. „Das ist im Bundesdurchschnitt zwar nicht schlecht, aber es kann gern noch mehr werden“, sagt Müller. „Die auf den Bussen abgebildeten Frauen sollen Vorbilder für andere Frauen sein, auch ruhig mal traditionelle Männerberufe in Betracht zu ziehen“, erklärt Rieschick-Dziabas.

Für Christine Krüger ist als Busfahrerin ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Seit 28 Jahren fährt sie nun schon Fahrgäste an ihr Ziel – zu Beginn in ihrer Heimat Stendal, seit 13 Jahren im Kreis Pinneberg. „Es ist großartig“, sagt sie. „Die Menschen, das Busfahren, die Action in der Stadt.“

Ein Busführerschein ist für die Bewerbung als Busfahrer nicht nötig. „Der kann innerhalb von drei Monaten in unserer Fahrschule erworben werden“, sagt Müller.

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