zur Navigation springen

Die Gesundheit macht nicht mehr mit : Verwaltungschefin in Halstenbek zieht die Reißleine

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

63-jährige Verwaltungschefin zieht mitten in der zweiten Amtszeit die Reißleine. Sie verspricht: „Mit Volldampf bis zum letzten Tag“.

von
erstellt am 13.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Halstenbek | Die Entscheidung reifte während der freien Weihnachtstage. Linda Hoß-Rickmann, seit 1. Februar 2007 Bürgermeisterin von Halstenbek und seit 2013 nach ihrer Wiederwahl im Oktober 2012 in ihrer zweiten sechsjährigen Amtszeit, tritt zum 1. Februar 2017 von ihrem Posten zurück. Begründung: die angeschlagene Gesundheit. Im Dezember feiert Hoß-Rickmann ihren 64. Geburtstag. Bis zum letzten Tag, 31. Januar 2017, werde ich mit Volldampf arbeiten“. Doch dann sei Schluss mit dem 60-Stunden-Job.

Die Entscheidung dürfte der Amtsinhaberin nicht leicht gefallen sein. Viele Projekte, wie Schul- und Kitabauten, Umbau des Rathausvorplatzes sowie Wohnungsbau, wurden unter ihrer Regie angeschoben und realisiert. Doch die Signale ihres Körpers wolle und könne sie nicht ignorieren.

Der Antrag auf Versetzung in den Ruhestand heißt im Wortlauf: „Gemäß Paragraf 57c, Absatz 2 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein, in Verbindung mit Paragraf 36, Absatz 1 Landesbeamtengesetz kann der Bürgermeister auch schon nach Vollendung des 63. Lebensjahres ohne Nachweis der Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden. Aus gesundheitlichen Gründen beantrage ich meine Versetzung in den Ruhestand mit Wirkung zum 1. Februar 2017. Mit Datum vom 22. Dezember 2016 werde ich das 64. Lebensjahr vollendet haben.“

Hoß-Rickmann ist sich bewusst: „Um den Job gut zu machen, muss man topfit sein.“ Sie habe diese Position zehn Jahre lang ausgefüllt. Auch Kritiker müssen eingestehen: Unter ihrer Verantwortung hat sich das Gesicht Halstenbeks verändert. Die Bildungs-Infrastruktur hat sich zum Positiven entwickelt. Die Schullandschaft hat durch die Neubauten der Schule an der Bek sowie des Borchert-Gymnasiums eine magnetische Innen- und Außenwirkung. Der Offene Ganztag werde überall umgesetzt.

Dass Hoß-Rickmann die im Jahr 2016 geplante Neueröffnung der Kindertagesstätte am Eidelstedter Weg für 100 Kinder „noch mit begleiten kann“, freue sie. Die Haushaltskonsolidierung, die Entwicklung des Gewerbegebiets, sprich der Greve-Flächen, wolle sie vorantreiben. Aber sie bleibt realistisch: „2016 bekomme ich das noch hin.“ Dann wolle sie für einen guten Übergang sorgen. Heißt: So schnell wie möglich soll der Chefposten ausgeschrieben werden, die Wahl im September 2016 erfolgen. Am 1. Februar 2017 beginnt eine neue Ära.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen