Verwaltung definiert die Zusatzkosten

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Fragen aus Hasloh und Bönningstedt an Quickborn

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17. Juli 2014, 15:00 Uhr

In zahlreichen Ausschusssitzungen sowohl in Bönningstedt als auch in Hasloh standen die Politiker immer wieder vor der Frage: Welche Aufgaben gehören zur Kernverwaltung und sind damit über die Pro-Kopf-Pauschale abgedeckt – und welche Leistungen werden als Sonderaufgaben zusätzlich berechnet?

Nach Gesprächen der Quickborner Verwaltungsgemeinschaft mit Politikern der beiden Gemeinden legt Ralf Gercken (Foto), Koordinator im Quickborner Rathaus, jetzt ein Schriftstück vor, das als Grundlage für die weiteren Verhandlungen dienen soll und in einigen Punkten für Klarheit sorgt.

Vertraglich geregelt ist demnach, dass die Gemeinden sich mit dem Amt Pinnau über die Erstellung der Eröffnungsbilanz 2009 sowie der Jahreabschlüsse der darauf folgenden Jahre bis einschließlich 2012 einigen. Sollte dies nicht gelingen, erstellt Quickborn die Bilanz. Das allerdings würde Hasloh und Bönningstedt zusätzlich zu den ohnehin bereits entstanden Kosten in Rechnung gestellt.

Weiterhin gehören Planungsleistungen im Hoch- und Tiefbau – also die Vorarbeiten für Neubau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen – sowie die Bauleitplanung nicht zu den Kernaufgaben der Verwaltung. Allerdings: Die Planung von kleineren Unterhaltungs- oder Reparaturarbeiten muss nicht extra bezahlt werden. Auch Bauherrenaufgaben sollen keine Zusatzkosten verursachen. „Damit sind diejenigen Leistungen gemeint, die nicht zu den gestalterischen Aufgaben gehören – wie zum Beispiel Protokolle von Baubesprechungen“, erklärt Gercken im Gespräch mit dieser Zeitung. Aufgaben, die üblicherweise an Architekten oder Ingenieure delegiert würden, seinen jedoch Sonderleistungen und kosteten extra. Dazu gehörten auch die Projektsteuerung und die Projektleitung, erläutert Gercken.

Konkret bedeutet das für Bönningstedt, dass die Verwaltung für den Umbau des alten Amtsgebäudes 2013 die Arbeit des Fachbereichs Liegenschaften, Tiefbauten und kommunale Dienstleistungen in Rechnung stellen wird. Für 2014 kommen mehrere Projektplanungen hinzu: Die Sanierung der Grundschul-Sporthalle, die Erweiterung der Kita Zwergenhütte, die Übergangslösung für Krippenplätze in der Altentagesstätte an der Kieler Straße sowie die Sanierung oder der Neubau am Garstedter Weg.

Hasloh hat zwar weniger Projekte, doch allein die kostspielige Sanierung mit Anbau an die Peter-Lunding-Schule soll mit etwa 170 000 Euro Verwaltungskosten zu Buche schlagen. Hinzu kommen Kosten für die Abwasserversorgung sowie die Projektsteuerung für den Bau der neuen Kita.

Doch beide Gemeinden haben weiterhin Fragen. „Die Stadt Quickborn wird die offenen Punkte beantworten, damit nach der Sommerpause die Gremien der Gemeinden die notwendigen Beschlüsse fassen können“, heißt es zum Abschluss. Dann müssen die Gemeinden auch die Zahlen offenlegen.

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