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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 16:19 Uhr

Rellingen : „Vermögen wird hart bestraft“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unmut über die Kreisumlage: Zähneknirschen beim Rellinger Rat wegen Abgaben in Höhe von 10,1 Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Bis zum Tagesordnungspunkt 14 „Erlass einer 1. Nachtragshaushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2013“ ließen sich die Gemeindevertreter von Rellingen Zeit, um der Beschwörung allgemeiner Harmonie zu guter Letzt doch die kalte Schulter zu zeigen. Zwar hellt die Stimmung generell auf, wenn Otto Hoge (CDU), Finanzausschuss-Vorsitzender und Experte in Sachen Haushalt, über schwarze Zahlen referiert. Doch in Sachen Kreisumlage kippt die Stimmung in Richtung Minustemperaturen. Seit Jahren.

So auch am Montagabend. „Die Gesamteinnahmen belaufen sich im Haushalt auf etwa 20 Millionen Euro. Doch davon müssen etwa 10,1 Millionen für Land- und Kreisumlage abgegeben werden“, so Hoge. „Rellingen muss Geld abgeben. Wir sind etwas Besonderes“, konnte sich Hoge eine gewisse Portion an Zynismus nicht verkneifen. Und wiederholte seinen vor Jahren geäußerten (wohl nicht ernst gemeinten) Vorschlag, ein Schwimmbad zu bauen – bloß, um in die rote Zahlen zu kommen. Bürgervorsteher Dieter Schröder (CDU) konnte sich auch bei dieser Bemerkung kein Lächeln abringen. „Ich darf mich als bestraft fühlen. Das nur, weil die Finanzen in Rellingen in Ordnung sind“, schoss Schröder Giftpfeile in Richtung Elmshorn.

Dass die Verantwortlichen in Rellingen mit einem gesunden Haushalt jonglieren können, bewies zu guter Letzt eine von allen Fraktionen getragene Freigabe von etwa 200 000 Euro für die Sanierung der maroden Wasserleitungen am Pütjenweg. Außerdem akzeptierten die Politiker den Zuschuss für die neue Wabe-Kita in Höhe von 128 000 Euro. Hoge verwies darauf, dass jährlich jeweils etwa 400 000 Euro Zuschüsse pro Kindergarten fällig sind.

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