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Projekt Eggerstedt-Kaserne : Verkehrsplaner rechnen mit 2900 zusätzlichen Autos

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Prognose für die Parkstadt Eggerstadt macht hellhörig: Die Bürgerinitiativen spitzen die Ohren. Sie nehmen vor allem eine Nachricht mit – für die Experten ist eine westliche Anbindung keineswegs alternativlos.

Mittwochabend im Rockville-Zimmer des Pinneberger Rathauses: Ingenieure des Hannoveraner Büros SHP präsentieren die Verkehrsprognose für die Parkstadt Eggerstedt. Kernnachricht: Pinneberg muss nach Bebauung der Kaserne mit 2900 zusätzlichen Fahrzeugen pro Tag rechnen. Mitglieder mehrerer Interessengruppen spitzen die Ohren.

Unter ihnen auch Meike Oltmanns-Hase und Peter Timmermann von der Bürgerinitiative Bieneh, die seit zehn Jahren gegen eine westliche Anbindung des Areals kämpft.

Sie nehmen vor allem eine Nachricht mit – für die Experten ist eine westliche Anbindung keineswegs alternativlos.

Nach Auskunft des Verkehrsplaner könnte auf den Bau einer Kasernen-Straße theoretisch sogar gänzlich verzichtet werden. Somit würde das Areal nur von Osten erschlossen. Eine dritte Variante sieht die Erschließung über den Starenkamp vor. Für Oltmanns-Hase ist nach dem Gehörten klar: „Eine westliche Anbindung ist schon aus finanziellen Gründen unsinnig.“

Zudem werde die Straße keine Verkehrsentlastung für das Umfeld der Kaserne bringen. Was Oltmanns-Hase kaum fassen kann: „Die Gutachter gehen bei ihrer Betrachtung von einer fertig gestellten Westumgehung und einem ausgebauten, mit Linksabbiegern ausgestatteten Thesdorfer Weg aus.“

Für Joachim Hahn, Mitglied der Interessengemeinschaft Hogenkamp, die sich für eine westliche Anbindung des Kasernen-Geländes einsetzt, ist die Alternative einer Anbindung über den Starenkamp komplett neu. „Das wurde aus dem Hut gezaubert.“

Insgesamt zweifelt Hahn die vom Gutachter präsentierten Zahlen an. „Ich hatte das Gefühl, dass er ganz schön rumeierte.“ Das sei aber seine persönliche Meinung. Kürzlich hatten Mitglieder der IG eine eigene Verkehrszählung initiiert, die zu einer höheren Belastung des Hogenkamps kam als das Hannoveraner Büro. „Wir werden uns jetzt zusammensetzen und uns danach gegebenenfalls öffentlich äußern“, so Hahn gestern.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 16:00 Uhr

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