Verkehrsmisere wird angeprangert

Ingo Uhl steht vor seinem Grundstück an der Quickborner Straße. Er fordert eine Straßenmaut für die Strecke.
Ingo Uhl steht vor seinem Grundstück an der Quickborner Straße. Er fordert eine Straßenmaut für die Strecke.

Situation im Borstel-Hohenradener Mühlenweg, in der Dorfstraße und der Quickborner Straße wird von Bürgern als unhaltbar moniert

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23. Mai 2019, 16:00 Uhr

Borstel-Hohenraden | Der Bau-, Wege- und Umweltausschuss Borstel-Hohenradens befasste sich auf der jüngsten Sitzung umfassend mit der Verkehrssituation im Ort. Die wurde von Bürgern auf einigen Straßen als unhaltbar moniert.

So verlangte ein Anwohner schriftlich, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Tempo-30-Zone im Mühlenweg – eine beliebte Abkürzung zur Tangente von Rellingen zur B4 – sicher zu stellen. Die Tatsache, dass dort von vielen Fahrern, trotz Dialogdisplay (Geschwindigkeitsanzeige), Bodenmarkierung und Fahrbahn-Einengungen, die erlaubte Geschwindigkeit regelmäßig erheblich überschritten werde, wurde auch von einigen Ausschussmitgliedern nicht in Abrede gestellt und ergänzend betont, dass den Passanten in diesem Bereich nur ein sehr schmaler Fußweg zur Verfügung stehe.

Ein weiterer Brennpunkt ist die Dorfstraße. Dort sollten nach Meinung von Anliegern die Parkverbotzonen neu geregelt werden, diese Forderung wurde vom Ausschussmitglied Nicole Schreiter (FWG) bereits mehrfach als notwendig und dringend vorgebracht. Auch falsch parkende Fahrzeuge im Haltestellenbereich des
Stoppelhofs machen das Rangieren für die sich dort begegnenden Busse regelmäßig zur Millimeterarbeit und konterkarieren die Bemühungen einer Entspannung der Situation durch die erst kürzlich beendete Verbreiterung der Straße. Ein weiteres Problem: Besonders auf den geraden Abschnitten wird die Straße zunehmend zur Rennstrecke.

In der Quickborner Straße wird von Bürgern moniert, dass der Verkehr in schnellem Tempo und im rapide größer werdendem Aufkommen durch den Ort fließt. Anwohner Ingo Uhl erklärte dazu: „Wir Anwohner müssen immer länger warten, um unsere Grundstücke überhaupt verlassen zu können. Schulkinder müssen, kleine Lücken ausnutzend, regelrecht von der Bushaltestelle über die Straße springen.“ Anwohner, so Uhl, würden ihre Autos teilweise bereits an der Straße statt auf dem eigenen Grundstück abstellen, um dem Verkehr ein Hindernis zu bieten. Er würde es begrüßen, wenn auf der Strecke eine Straßenmaut eingeführt würde, um zumindest die großen LKW fernzuhalten.


Wenig Hoffnung auf Besserung

Der Ausschussvorsitzende Frank Schulze (CDU) machte den anwesenden Ausschussmitgliedern und Gästen wenig Hoffnung auf Besserung: „Wenn erst in Pinneberg die Westumgehung fertig ist, wird die Strecke durch Borstel-Hohenraden zur Tangente von der B4 nach Hamburg-West. Der Verkehr wird eher noch zunehmen.“ Er betonte aber ebenfalls, die Mittel der Gemeinde seien ohnehin beschränkt. Für die meisten Straßen ist der Kreis Pinneberg oder das Land Schleswig-Holstein zuständig, auf die Einhaltung existierender Verkehrsregelungen allein die Polizei. Auch dürfe man nicht erwarten, dass die ehrenamtlichen Ausschussmitglieder und Gemeinderatsmitglieder sich um jede einzelne Eingabe detailliert kümmern können. Bürgermeister Harm Kähler (FWG) versprach jedoch, die Brennpunkte in der Dorfstraße und der Quickborner Straße in Kürze mit den Verantwortlichen des Kreises Pinneberg zu diskutieren, um vielleicht eine Verbesserung der Situation zu erzielen.
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