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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 00:53 Uhr

Verkehrsinsel muss entfernt werden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zu wenig Platz für große Lkw und Traktoren: Kummerfelder Gemeindevertretung beschließt Abbau eines Fahrbahnteilers

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 16:19 Uhr

Eine Verkehrsinsel in Kummerfeld, die erst vor kurzem gebaut wurde, muss wieder entfernt werden. Der Grund: Die Fahrbahn ist zu eng für große Lkw und Traktoren. Über die peinliche Panne diskutierte am Donnerstagabend in der Feuerwache die Gemeindevertretung.

Im Rahmen der Schulwegsicherung waren nach der Eröffnung der Bilsbek-Schule mehrere Verkehrsinseln auf der Prisdorfer Straße angebracht worden. So sollten Autofahrer dazu gebracht werden, vom Gas zu gehen. Nahe der Einmündung des Weges Im Sande kam es jedoch schnell zu Problemen. Bei der Polizei gingen mehrere Beschwerden ein, dass die Straße nicht breit genug sei. Auch der Kummerfelder Bauhof hielt es für schwierig, mit Winterfahrzeug und Schneeschaufel an dem Hindernis vorbeizukommen.

Die Breite der Fahrbahn beträgt auf einer Seite 2,86 Meter, auf der anderen 2,89 Meter. Laut Auskunft der Polizei ist das für Güllefahrzeuge oder große Lastkraftwagen zu eng. So sind die Autos aufgrund der Verkehrsinsel zwar langsamer unterwegs, dafür müssen einige auf den Geh- und Radweg ausweichen, um überhaupt voranzukommen. „So hatte ich mir das nicht vorgestellt“, sagte Bürgermeisterin Erika Koll (SPD). Die Gefahr für die Kinder sei sogar erhöht worden. Vor allem, wenn Schüler beim Überqueren der Straße auf der Insel stehenbleiben und dann Lkw oder Traktoren kommen, sei ihr das Risiko, dass etwas passiere, zu hoch.

Dem stimmten auch die anderen Politiker zu. So herrschte am Donnerstagabend schnell Einigkeit, dass die Verkehrsinsel wieder zurückgebaut und durch Markierungen und eventuell reflektierende Markierungsknöpfe ersetzt werden soll. Die Kosten für die Maßnahme dürften rund 1500 Euro betragen. SPD und CDU waren sich einig, dass diese Ausgaben nicht an der Gemeinde hängen bleiben sollten, und übten heftige Kritik an dem zuständigen Planungsbüro. „Das hätte bekannt sein müssen“, sagte Jürgen Borchardt (CDU). Die Politiker müssten sich auf eine professionelle Planungshilfe verlassen können. Erste Gespräche zwischen dem Amt Pinnau und den Planern haben bereits stattgefunden. Weitere sollen folgen. Dabei wird es dann nicht nur um den Rückbau gehen. Denn die Installierung hätte man sich ebenfalls sparen können. Dafür wurden laut Amt Pinnau rund 3000 Euro aufgewendet. „Darüber wird auch zu reden sein“, sagte Koll.

Ohne große Diskussionen fielen die anderen Entscheidungen. So segneten die Gemeindevertreter einstimmig den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das neue Gewerbegebiet im Bereich südlich der Prisdorfer Straße und westlich des Gewerbegebiets „Ossenpadd“ ab. Insgesamt stehen 6200 Quadratmeter Fläche für Neuansiedlungen und Unternehmenserweiterungen zur Verfügung. Auch Zuschüsse für den evangelischen St. Martin-Kindergarten in Höhe von rund 320 000 Euro wurden bewilligt. Mit der Verwaltung des Kirchenkreises sind die Kummerfelder Politiker allerdings unzufrieden. „Wir hätten zumindest aktuelle Zahlen haben müssen“, sagte Uwe Hanspach (SPD) zu dem von der Kirche vorgelegten Haushaltsentwurf. „Dafür können wir wirklich nur mit viel Gottvertrauen die Hand heben“, fügte Silke Krieger (CDU) hinzu.

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