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Mit interaktiver Karte : Verkehrsgipfel: Diese Baustelle sorgt für Dauer-Frust

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Neue Brücke über Krückau soll 2017 gebaut, im Gegenzug Sanierung der Landesstraße 75 geschoben werden.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Elmshorn | Der Bagger wuchtet die 2,5 Tonnen schweren Betonteile in die richtige Position. Mit ihrer Hilfe wird die Fahrbahn auf 2,10 Meter verengt. Polizisten stehen auf der Wittenberger Straße – K  23 – in Höhe der Kreuzung Kaltenweide in Elmshorn. Sie weisen den Lastwagen den Weg. Es geht nur noch rechts rum, durch die Stadt Elmshorn, und links rum in Richtung Barmstedt. Geradeaus geht nichts mehr für Brummis über 7,5 Tonnen. Denn die nur wenige Meter von der Kreuzung entfernte Brücke über die Krückau verkraftet keine Brummis mehr. Der Kreis hat eine der wichtigsten Verkehrsadern im Norden des Kreises für Lastwagen gesperrt, weil akute Einsturzgefahr besteht. „Für Rettungswagen und Müllabfuhr haben wir Lösungen gefunden“, sagt Jürgen Tober von der Kreisverwaltung.

Seit gestern Morgen quälen sich nur noch Autos über das 63 Jahre alte Brückenbauwerk – mit Tempo 30. Die 2600 Lastwagen, die täglich über die Brücke gefahren sind, werden umgeleitet – unter anderem über die Kaltenweide und über die Köllner Chaussee. Elmshorn droht das Verkehrschaos – und zwar auf unbestimmte Zeit. Denn die Brücke über die Krückau muss neu gebaut werden. Kosten: 1,5 Millionen Euro. 2017 soll es losgehen. Dann wird die Wittenberger Straße wohl voll gesperrt werden und zu den Lastwagen noch 20.000 Autos kommen, die sich täglich neue Wege suchen.

Beim Verkehrsgipfel im Elmshorner Rathaus saßen in dieser Woche der Kreis, das Land und die Stadt an einem Tisch. Im Fokus: Die für 2017 geplante Sanierung der Landesstraße 75. Sie müsste verschoben werden, damit der Verkehr in Richtung Barmstedt umgeleitet werden kann. Das Land hat laut Kreissprecher Oliver Carstens Zustimmung signalisiert. Allerdings unter der Voraussetzung, dass es der Kreis es schafft, die neue Brücke in 2017 auch wirklich zu bauen.

 

Nach dem Verkehrsgipfel dürfte der von der Stadt Elmshorn ursprüngliche geforderte Bau einer Behelfsbrücke vom Tisch sein. „Die Situation hat sich geändert“, sagte Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje. Jetzt ist der Kreis am Zug. Stolz hat zugesagt, dass die neue Brücke so schnell wie möglich gebaut wird. Elmshorn hofft, dass der Landrat Wort hält.

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