Verkehrsamt-Kita ist vollbracht

Alles geschafft: Generalplaner Thorsten Henning und die technische KSP-Leiterin Beate Hormann sind stolz.  Fotos: Felisa Kowalewski
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Alles geschafft: Generalplaner Thorsten Henning und die technische KSP-Leiterin Beate Hormann sind stolz. Fotos: Felisa Kowalewski

Nächste Woche zieht die Heilig-Geist-Kita in die neuen Räume / Bauzeit und Budget von 420 000 Euro eingehalten

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11. August 2018, 16:00 Uhr

Drei Monate lang haben sechs Firmen aus dem Kreis Pinneberg rangeklotzt – jetzt sind sie fertig, sogar noch vor der Zeit: In knapp elf Wochen verwandelten sie das ehemalige Kreisverkehrsamt an der Flensburger Straße in eine Kita. Dort erfolgen die letzten Handschläge: Am Montag soll die erste Gruppe einziehen können – am Freitag wird die offizielle Einweihung gefeiert. „Das war eine grandiose Bauzeit“, sagt Beate Hormann, technische Leiterin des Kommunalen Servicebetriebs Pinneberg (KSP). Die 120 Kinder der Heilig-Geist-Kita am Ostermannweg können so wie geplant zum neuen Kitajahr wieder gemeinsam betreut werden.

Zum Hintergrund: Der Betrieb am Ostermannweg ist kurzfristig im Oktober 2017 aufgrund von Schimmelpilzkontamination eingestellt worden. Die 120 Elementar- und Hortkinder wurden auf andere Einrichtungen verteilt. Vor allem die Kita-Eltern stellte das vor Probleme. Sie hatten immer wieder für eine schnelle Lösung an die Politik appelliert. Die stimmte im Mai trotz Bedenken einer Anmietung und Umgestaltung des ehemaligen Verkehrsamtes als Übergangslösung für zwei Jahre zu. Innerhalb dieser Zeit soll eine neue Kita gebaut werden.

Bedenken gab es hinsichtlich der kurzen Umbauzeit und der Kostenschätzung in Höhe von 422 000 Euro – beides wurde eingehalten. „Es hat alles sehr gut geklappt“, sagt Hormann. Ein neuer barrierefreier Zugang steht, die Wände sind in hellem Gelb gestrichen. Dort, wo einst der Empfang war, ist nun ein großer Tobebereich mit 250 Quadratmetern und wo das Kassenhäuschen stand, wurde eine komplette Sanitäreinrichtung eingebaut – kita-kindgerecht. Auch eine Küche mit Durchreiche ist im ehemaligen Archivraum entstanden. Zum Teil aus Ikea-Elementen und mit Hilfe eines Tischlers, weil Lieferzeiten einfach zu lang waren, wie Hormann erzählt. Zusätzlich stehen sieben Gruppenräume à 50 Quadratmeter zur Verfügung.

Ein weiterer Streitpunkt im Vorfeld war eine mögliche Schadstoffbelastung. Thorsten Henning vom Generalplaner Ingenieurbüro Henning erläutert: „Wir haben auf Schadstoffe getestet: Es gibt keinen Asbest. Die Raumluftmessung war ohne Befund und sie wird in einem Turnus von sechs Monaten wiederholt.“ Auch Wasser, Elektrik, die Lüftungsanlage und der Brandschutz wurden geprüft und teils saniert. Alle Steckdosen wurden mit Kindersicherungen versehen, alle Türen mit Klemmschutz, die doppelt verglasten Fenster mit einer zusätzlichen Schutzfolie. Als Herausforderung entpuppte sich der Boden. „Es war ein Mischfußboden mit Nadelfilz und einem Hartbodenbelag“, sagt Henning. „Das saß sehr fest.“ Jetzt liegt rutschfester Belag in Gelb und Blau.

Mit der Kita sind die Spielgeräte umgezogen. Sie stehen neben dem Aldi-Markt auf 400 Kubikmeter Spezialsand. „Der ist nicht scharfkantig“, sagt Henning. Ein abgezäunter Weg führt wie geplant von der Kita dorthin. Dazwischen liegt eine Parkplatzeinfahrt – entgegen des Wunsches der Politik darf sie nicht gesperrt werden. „Aber es kommen Bodenwellen dorthin“, sagt Hormann.

Sie ist zufrieden mit der geleisteten Arbeit. „Das ein oder andere wird noch nicht funktionieren, das wird man erst im Betrieb merken“, sagt sie. „Aber das ist immer so.“

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