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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 04:30 Uhr

Verfolgungsjagd durch Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

„Gib Gas“ Action-Krimi über die Entführung des reichsten Schleswig-Holsteiners / Schießerei in Waldenau / Lesereise im Norden

Wenn ein Rocker-Versteck in Bredstedt ausgehoben wird, der Pinneberger Detektiv Alexei Gromow mal wieder zwei Fälle auf einmal löst und eine gnadenlose Verfolgungsjagd nach Verbrechern durch Kiel, Hamburg, Lübeck, Husum und Pinneberg führt, dann sind auch Jörn Hinrichsen und Rüdiger Fröhlich irgendwie mittendrin. Sie sitzen allerdings nicht selbst in den Autos der Gejagten oder der Jäger. Das sind ihre Romanfiguren Kommissarin Kathrin van Busche oder Detektiv Alexei Gromow. Hinrichsen und Fröhlich schreiben die spannenden Geschichten von der Waterkant gemeinsam.


Autoren tauschen sich
über Dropbox aus


Inzwischen haben sie ihren dritten Krimi mit dem Titel „Gib Gas!“ veröffentlicht. Das Besondere: Jörn Hinrichsen und Rüdiger Fröhlich (beide 48) wechseln sich beim Schreiben ab. Das Außergewöhnliche: zwischen ihren Wohnorten liegen 612        Kilometer. Dank Internet ist das heute kein Problem. Der Gedankenaustausch erfolgt über Dropbox. Mal kommt ein neu geschriebener Absatz, doch meist ein neues Kapitel zurück. Dazwischen wird auch mal telefoniert. Dabei schreiben Hinrichsen und Fröhlich erst einmal los, ohne zu wissen, wie der Krimi am Ende ausgeht.

Die Beiden haben sich beim Sportstudium in Kiel kennen gelernt. „Jeder von uns sollte zu Beginn seines Studiums ein Bild malen“, erinnert sich Jörn Hinrichsen. „Und wir malten eine Bierflasche und einen Fußball“, sagt Rüdiger Fröhlich. Ab da sei klar gewesen, dass sie gut zusammenpassen. Darum hätten sie sich eine gemeinsame Studentenbude gesucht und es habe sich eine gute Freundschaft entwickelt. Bis heute. Jörn Hinrichsen wurde in Plön Lehrer an der Gemeinschaftsschule Am Schiffsthal, Rüdiger Fröhlich arbeitet als Journalist in Mainz.

Fröhlich schrieb bereits vor zwölf Jahren zwei Kiel-Krimis und erfand die Romanfigur Kathrin van Busche. Dann kam die Idee auf, gemeinsam ein Buch zu schreiben. „Wir besprachen ein Viertel vorher, es gab einen Mord und eine Entführung – alles andere sollte sich entwickeln“, sagt Hinrichsen. Heraus kam „Der Pate von Jeju-Island“. Schnell folgten weitere Geschichten von der Waterkant, nur der geografische Radius der Spielszenen wurde immer größer.

„Gib Gas!“ ist im Verlag Vitolibro zum Preis von 12,95 Euro erschienen, der auf norddeutsche Literatur spezialisiert ist. „Wir haben viele super Tipps von unserem Verleger Vito von Eichborn bekommen“, erklärt Jörn Hinrichsen. Dadurch seien die beiden Autoren qualitativ und sprachlich deutlich besser geworden. „Man merkt: Da hat jemand herübergeguckt“, sagt er.

In 28 Kapiteln erzählen er und Fröhlich von der Entführung des reichsten Schleswig-Holsteiners mit einer aberwitzigen Lösegeld-Forderung von 1,5 Milliarden Euro. „Wir haben uns von einem Bericht über einen Milliardär im Manager Magazin inspirieren lassen“, sagt Jörn Hinrichsen. Im Buch laufen zwei Fälle lange Zeit parallel: Die Entführung und der verschwundene Kassenwart einer Rockerbande.

Dass der Detektiv aus Pinneberg stammt und der Plot auch teilweise in der Kreisstadt spielt, kommt nicht von ungefähr: „Ich bin in Pinneberg aufgewachsen, aber mit 18 Jahren fortgezogen. Meine Familie lebt immer noch dort“, berichtet Hinrichsen, der sein Abitur am Johannes-Brahms-Gymnasium gemacht hat. Gerade das Lokalkolorit spricht Pinneberger Leser an: Der Detektiv wohnt in der Mühlenstraße über einer Motorradwerkstatt, und in Waldenau gibt es eine wilde Schießerei. Auch an einem Baggersee in Pinneberg spielt die Handlung.

Bevor die Vorbereitungen für den vierten gemeinsamen Band losgehen, starten die beiden Autoren eine Lesereise durch Schleswig-Holstein. Pinneberg ist leider nicht dabei. „Wir wollten im Bücherwurm lesen. Das hat nicht geklappt. Es gab keinen freien Termin mehr.“

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erstellt am 07.Apr.2017 | 16:30 Uhr

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