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Square Dance in Pinneberg : Verein Lion Squares plant Mega-Veranstaltung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Streit um möglicherweise anfallende Hallennutzungsgebühren könnte die Planungen bereits früh beenden.

Pinneberg | Square Dance ist ein Volkstanz, der in den USA entstanden ist. Auch wenn die Tänzer nicht um Goldmedaillen oder Titel kämpfen, weil es keine Wettbewerbe oder dergleichen gibt – Square Dance erfreut sich großer Beliebtheit. Jetzt möchte der Hamburger Verein Lion Squares vom 31. August bis 2. September 2018 ein sogenanntes Fall Round Up der Tanzsportarten Square Dance, Round Dance, Clogging und Contra Dance in Pinneberg ausrichten. Es wird jährlich vom europäischen Dachverband der Square Dance Clubs veranstaltet und durch einen ortsansässigen Verein organisiert.

Doch das Mega-Event, bei dem sich Square Dancer aus Holland, Skandinavien, Österreich, Schweiz, der Tschechischen Republik und anderen europäischen Ländern in Pinneberg treffen würden, steht auf der Kippe, weil der Verein keine Nutzungsgebühren zahlen möchte. Das hat die Politik auf den Plan gebracht. „Wir versuchen im Moment, eine Erlaubnis der Stadt Pinneberg zur Nutzung der Räumlichkeiten für ein Jamboree im Jahr 2018 zu erhalten“, sagt Annika Saeftel, Vorsitzende des Vereins Lion Squares Germany. Die 24-Jährige wohnt in Pinneberg und findet es charmant, die Tanzveranstaltung in der Kreisstadt auszurichten.

Immerhin: 800 bis 1500 Tänzer werden erwartet. Deswegen braucht der Verein die Jahnhalle, die Theodor-Heuss-Halle, diverse Schulräume und die Aulen der THS und der Grund- und Gemeinschaftsschule für sein Mega-Event.

Nach einer Überschlagsrechnung wären nach der sogenannten Entgeltordnung über die außerschulische Nutzung städtischer Schulräume, Sportstätten und weiterer im städtischen Eigentum befindlichen Räumlichkeiten durch Dritte etwa 9000 Euro zu entrichten, so die Pinneberger Verwaltung. Aber: Gemäß der Nutzungsgebührenordnung könne von der Erhebung von Nutzungsentgelten auf Antrag abgesehen werden, wenn städtische Einrichtungen gemeinnützigen Organisationen für die Durchführung von Veranstaltungen von überörtlicher Bedeutung zur Verfügung gestellt werden – so steht es im Regelwerk.

 Entscheidung vertagt

Genau darauf stützt sich der Antrag des Vereins Lion Squares. Darüber hat nun der Ausschuss für Kultur, Sport und Jugend während seiner jüngsten Sitzung beraten – und die Entscheidung vertagt. CDU, FDP und die Bürgernahen bestehen aufgrund der desaströsen Haushaltslage auf die Zahlung der Nutzungsgebühr. Zudem sei es ein Hamburger Verein und kein Pinneberger. SPD und Grüne sehen indes eine Chance, eine attraktive Großveranstaltung nach Pinneberg zu holen.

Dieser Meinung ist auch die Vereinsvorsitzende Saeftel: „Pinneberg hat Hallen in guter Laufnähe.“ Des Weiteren würden sich „die Square Dancer, die nicht in den Hallen übernachten, auf die umliegenden Pensionen und Hotels verteilen und sich vor Ort versorgen“, sagt sie. Das Ziel des Vereins sei es, junge Tänzer aus Deutschland und Europa zusammenzubringen. Square Dance – Saeftel lebt dafür: Vor 13 Jahren hat sie damit angefangen: „Ich finde gut, dass man Menschen aus allen Altersklassen und Berufen dabei kennenlernen kann.“

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erstellt am 02.Feb.2016 | 12:00 Uhr

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