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Pinneberg : Verein gibt Hilfestellung ohne Unterschiede

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Einrichtung „Gestern Heute Morgen“ unterstützt Kinder und Jugendliche. Stefanie Niebur: Egal, welcher Herkunft, egal, aus welcher Schicht.

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erstellt am 26.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Pinneberger Kinder und Jugendliche mit Problemen bekommen neue Ansprechpartner: Der Verein „Gestern Heute Morgen“ möchte dem Nachwuchs Hilfestellung in verschiedenen Lebensfragen geben.

Zusammen mit ihrer Familie und engen Freunden ihres verstorbenen Sohnes Andreas, der sich unter anderem im Pinneberger Verein „Gewaltfrei“ engagierte, hat Stefanie Niebur den Verein im Juli 2013 gegründet. Im November bekam er von der Stadt Pinneberg seine Gemeinnützigkeit bescheinigt. „Andreas hat sich stets für benachteiligte Kinder eingesetzt“, erinnert Niebur an den sozialen Einsatz ihres Sohnes. „Er hat viele Jugendliche in unterschiedlichsten Bereichen beraten. Diesen Gedanken will der Verein weiterführen.“

Die klubinternen Aufgaben sind verteilt, jetzt geht es um den Aufbau eines Netzwerks aus Förderern und Kooperationspartnern. „Denn zukünftig wollen wir verstärkt bei der Wohnungssuche und der Jobvermittlung helfen“, erklärt Niebur. Sie betont: „Das sind Ziele. Das heißt nicht, dass wir dies momentan schon praktizieren.“

Deshalb arbeitet der Verein derzeit daran, bekannter zu werden, stellte sich beispielsweise schon auf der Pinneberger Ehrenamtsmesse vor und plant zum Jahresende, mit Infoständen in der City präsent zu sein. Über die Kontaktaufnahme interessierter und kooperationsbereiter Firmen sowie spendenbereiter Bürger, die „Gestern Heute Morgen“ unterstützen wollen, freut sich Niebur. Sie ist ebenso offen für Anrufe von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer Problemlage befinden. Immer dienstags zwischen 17 und 20 Uhr steht sie telefonisch unter 04101-31232 für Informationen und Beratung zur Verfügung. „Mir ist es ganz wichtig, dass sich alle angesprochen fühlen, egal, welcher Herkunft, egal, aus welcher Schicht“, erklärt Niebur.

Denn zentrales Anliegen des Vereins ist es, nicht Unterschiede zu betonen, sondern Gemeinsamkeiten. Und was könnte verbindender sein als Sport – auch um dem Nachwuchs Perspektiven und Alternativen statt Langeweile und Frustration zu bieten.

Ein erstes Ergebnis ist die Zusammenarbeit mit dem Pinneberger Studio „Legacy“, Flensburger Straße 5. 35 Kinder und Jugendliche nutzen dort laut Niebur bereits gegen „eine geringe Gebühr“ das Angebot eines Kampfsportkurses bei den Trainer Robert Wegener und Babak Vogel, beides Freunde von Andreas Niebur.

Und warum Kampfsport? „Natürlich könnten wir jede Sportart anbieten“, sagt Niebur. „Jedoch ist der Kampfsport das beste Mittel, sich abreagieren zu können. Die Energiekanalisierung, das Einhalten von Verhaltensregeln und die Schaffung von Selbstvertrauen haben einen positiven Effekt auf Körper und Geist.“

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