Verdienstkreuz für Hildegard Lunau

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) überreichte Hildegard Lunau das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde – unterschrieben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) überreichte Hildegard Lunau das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und die Urkunde – unterschrieben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Ministerpräsident überreicht Halstenbekerin „Höchste Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl“

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01. Februar 2018, 16:00 Uhr

Das Haus 3 der Kieler Landesregierung. Staatskanzlei. Würdevoller kann der Rahmen für die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland nicht sein. Hildegard Lunau, Tochter aus der bekannten Halstenbeker Baumschulendynastie Helms, genießt die würdevolle Atmosphäre in vollen Zügen. Aus den Händen von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erhielt die 1936 Geborene am Dienstag gemeinsam mit „drei gestandenen Herren“ (Lunau) Urkunde, Orden und Ordensminiatur.

„Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.“ Heißt es aus Berlin. Die höchste Anerkennung für Verdienste um das Gemeinwohl – wohl wahr. Wenn es jemand verdient hat, dann Lunau. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich für die Geschichte des Baumschulwesens sowie für die der Gemeinde Halstenbek.

Ihr Lieblingsprojekt? Ohne zu zögern, sagte sie gestern im Gespräch mit unserer Zeitung: „Die Leitung des 1994 gegründeten Baumschulmuseums.“ Von 2001 bis 2013 hat Lunau dafür gesorgt, dass historische Bücher, landwirtschaftliche Geräte und informative Schautafeln dem Publikum näher gebracht wurden und werden. Lunau war 2001 auch Mitbegründerin des Fördervereins „Deutsches Baumschulmuseum“. Seit fünf Jahren hat Heike Meyer-Schoppa – eine Frau vom Fach – die Leitung inne. Ein Glücksgriff, findet Lunau. So war es für die fünffache Großmutter selbstverständlich, ihre Nachfolgerin zu bitten, sie zur Zeremonie nach Kiel zu begleiten.

Außer drei Familienangehörigen stärkten Lunau noch Halstenbeks Bürgermeister Claudius von Rüden (SPD), der Büroleitende Beamte Uwe Grünefeldt sowie Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) den Rücken.

Die Ordenswürde hat sich Lunau auch verdient durch intensive Jahre als Mitbegründerin des Vereins „Brücke nach Königsberg“. Seit 1991 hat sie etwa 20 Reisen in die russische Enklave begleitet, um Menschen vor Ort mit Spenden zu helfen.

In der Urkunde heißt es zudem weiter: „Lunau setzt sich auch für die Aufbereitung und den Erhalt der Geschichte Halstenbeks ein und engagiert sich in der 1993 gegründeten Geschichtswerkstatt. Außerdem arbeitet sie in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Halstenbek mit.“ Ganz aktuell schreibt die Hobby-Historikerin an einem neuen Buch zur Geschichte Halstenbeks.

Nicht genug, nicht genannt: Lunau zieht auch seit 30 Jahren mit die Fäden, um eine Partnerschaft mit einer kleinen Landgemeinde in Südafrika zu pflegen.

Augen- und Ohrenzeuge des Festakts, Bürgermeister von Rüden, wollte auch gestern seinen Stolz nicht verschweigen: „Frau Lunau ist eine bedeutende Persönlichkeit der Gemeinde. Ihr großartiges Engagement für die Baumschulgemeinde wurde zurecht mit der höchsten Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland bedacht. Wir Halstenbeker können stolz sein, Menschen wie Frau Lunau in unseren Reihen zu haben, die sich ehrenamtlich und mit voller Leidenschaft für das Gemeinwesen einsetzen.“

Drei Herren, eine Dame: Die Wahl auf die obligatorische Erwiderung auf die verlesenen Würdigungen durch den Landesvater Günther an diesem Ehrentag fiel auf Lunau. Klar: Sie sprach ihre Worte in plattdeutschem Idiom.

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