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Kita-Streiks im Kreis Pinneberg : Verdi weitet die Arbeitsniederlegungen in Kindergärten aus

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heute sind auch Wedel, Halstenbek, Appen und Elmshorn von dem Arbeitskampf betroffen.

Kreis Pinneberg | Heute bleiben erneut Kindertagesstätten im Kreis Pinneberg geschlossen. Laut Dienstleistungsgewerkschaft Verdi werden die Erzieher der kommunalen Einrichtungen in Halstenbek sowie der Kindertagesstätten der Lebenshilfe in  Wedel, Appen und Elmshorn in den Warnstreik treten. Die Beschäftigten wollen zum einen mehr Geld, zum anderen eine andere Eingruppierung mit ihrem Arbeitskampf erreichen. Durchschnittlich ergebe sich so ein Gehaltsplus von zehn Prozent.

Hintergrund ist laut Verdi die zweite Verhandlungsrunde, in der die Tarifparteien keine Einigung erzielen konnten. Der Verdi-Bezirk Pinneberg-Steinburg hat gestern angekündigt, die Aktionen auszuweiten und weitere Kindertagesstätten in die Auseinandersetzung einzubeziehen. Verdi-Sekretär Jens Festersen, zuständig für den öffentlichen Dienst, sagte: „Mit vagen Absichtserklärungen spielen die Arbeitgeber auf Zeit. Wir aber wollen zügig konkrete Ergebnisse.“ Seine Kollegin Heike Maser-Festersen, die die privaten Einrichtungen betreut: „Außer den privaten Kitas, die den Tarifvertrag direkt anwenden wie die Lebenshilfe, gibt es viele, die sich daran orientieren. Die Auseinandersetzung um eine gerechte Eingruppierung setzt deshalb auch ein Zeichen für den gesamten Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.“ Kinder, die eine der bestreikten Einrichtungen der Lebenshilfe besuchen, werden in Notgruppen versorgt, sagte sie. Erfahrungsgemäß seien die Einrichtungen in der Woche nach Ostern aber nicht stark frequentiert.

Außer Verdi ruft auch die GEW dazu auf, an Kitas und Sozialeinrichtungen einen Tag die Arbeit niederzulegen. Bereits gestern legten zahlreiche Mitarbeiter einen Tag die Arbeit nieder. Zur zentralen Streikkundgebung am S-Bahnhof Sternschanze in Hamburg kamen nach Polizeiangaben zirka 2000 Menschen. Die Streikenden wollten mit ihrer Aktion für die dritte Verhandlungsrunde am 9. April in Düsseldorf den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Bereits vor zwei Wochen waren wegen eines Warnstreiks zirka 100 von 220 Kitas geschlossen und in allen anderen nur Notgruppen eingerichtet worden.

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erstellt am 08.Apr.2015 | 10:00 Uhr

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