Razzia in Pinneberg : Verdacht auf Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung

Bürger fühlen sich oftmals von dem Geschäft mit der käuflichen Liebe vor ihrer Haustür gestört.
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Bürger fühlen sich oftmals von dem Geschäft mit der käuflichen Liebe vor ihrer Haustür gestört.

In zum Teil heruntergekommenen Gebäuden fanden Polizisten mehrere Frauen aus Bulgarien.

shz.de von
06. Juli 2016, 15:11 Uhr

Pinneberg | Beamte der Kriminalpolizei haben am Dienstagnachmittag ein Areal an der Mühlenstraße, Ecke Paulstraße in Pinneberg durchsucht. Wie die Polizei mitteilt, ist dort ein bordellähnlicher Betrieb vermutet worden, in dem osteuropäische Frauen, die durch Menschenhandel nach Deutschland gelangt sind, sexuell ausgebeutet werden. Die Dienste der Frauen sollen regelmäßig im Internet angeboten worden sein.

Auf dem durchsuchten Areal befinden sich mehrere zum Teil heruntergekommene Behausungen. Darin trafen die Ermittler drei Frauen und zwei Männer aus Bulgarien im Alter zwischen 18 und 40 Jahren sowie einen 67-jährigen Deutschen an. Der Verdacht, dass die Bulgarinnen dort der Prostitution nachgehen, bestätigte sich. Beweise dafür, dass sich die Frauen unfreiwillig dort aufhalten oder sich in einer Zwangslage befinden, wurden aber nicht gefunden. Die beteiligten Personen wurden nach einer Überprüfung der Personalien und einer Vernehmung durch die Polizei wieder entlassen.

Die Polizisten aus Pinneberg wurden durch das Bundeskriminalamt Wiesbaden, Kräfte der Polizeidirektion Bad Segeberg, eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes der Stadt Pinneberg sowie zwei Hundeführer der Landespolizei unterstützt.

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