Schenefelder Fußballcamp von Blauß-Weiss 96 : Verantwortung, Trainer-Ansagen und viel Spaß beim Fußballcamp

Fast eine Woche lang wurde Fußball gespielt. Fynn (13, vorn) hatte sichtlich Spaß beim Kicken.
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Fast eine Woche lang wurde Fußball gespielt. Fynn (13, vorn) hatte sichtlich Spaß beim Kicken.

70 begeisterte Kids zwischen sechs und 15 Jahren trainieren bei dem viertägigen Camp.

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16. April 2018, 12:00 Uhr

Schenefeld | So entspannt wie beim diesjährigen Schenefelder Fußballcamp müsste es im realen Schulalltag zugehen: Die Großen übernehmen Verantwortung für die Kleinen, Teams halten zusammen, Ansagen der Trainer werden befolgt und dabei haben alle auch noch Spaß und sind gut drauf. Es wirkt, als hätte die Spielvereinigung Blau-Weiß 96 mit ihrem Fußballcamp ein Stück Bullerbü ins Jahr 2018 verpflanzt.

Organisatorin Conni Thau ist von Beginn an dabei: „Da gibt es kein Geheimnis. Wir alle machen das Training im Camp sehr gern, das merken die Kinder. Wir loben sie, wecken Talent und Ehrgeiz. Das motiviert.“ Außerdem sei das Training über den ganzen Tag an der frischen Luft anstrengend. „Die Kinder sind zu fertig zum Rebellieren“, lacht sie.

Argentinien hat gewonnen

Was vor 18 Jahren mit 20 Teilnehmern begann, ist heute zu einer Veranstaltung mit 70 begeisterten Kids zwischen sechs und 15 Jahren geworden. Trainiert wird an Achter de Weiden, auf zwei modernen Kunstrasenplätzen, in vier Altersgruppen. Der Tag ist klar strukturiert: Vormittagstraining, gemeinsames Mittagessen, Nachmittagstraining und dann die Spiele um die Fußballcamp-Weltmeisterschaft. In diesem Turnier treten acht Mannschaften gegeneinander an, jede vertritt eine Fußballnation. Deutschland und Argentinien erkämpften sich schnell einen Platz an der Spitze und landeten schließlich auch im Finale – gewonnen hat Argentinien mit 5:3.

Blau-Weiß 96-Trainerin Conni Thau nimmt ihre Schützlinge Annkathrin (10, links) und Anna (9) in den Arm. „Ich habe mit dem Fußball angefangen, weil die Jungs uns immer geärgert haben und meinten, Mädchen können das nicht“, sagt Annkathrin.
Foto: Sabrina Lincke
Blau-Weiß 96-Trainerin Conni Thau nimmt ihre Schützlinge Annkathrin (10, links) und Anna (9) in den Arm. „Ich habe mit dem Fußball angefangen, weil die Jungs uns immer geärgert haben und meinten, Mädchen können das nicht“, sagt Annkathrin.
 

Das Besondere der Mannschaften ist der Altersmix. Thau: „Für die Kleinen ist es toll, wenn sie mit den Großen zusammenspielen können. Und die Großen sind sozial und achten mit darauf, dass die Kleinen zum Zug kommen und rechtzeitig ausgewechselt werden.“ Das bestätigt auch Mick, der mit seinen fünf Jahren der jüngste Spieler ist: „Ich werde nicht überrannt oder so. Die Großen passen auf.“

Abzeichen vom DFB

Zum Abschluss des viertägigen Camps wird traditionell das begehrte DFB-Fußball-Abzeichen abgelegt. Alle Teilnehmer arbeiteten fünf Trainingsstationen durch und können sich als Dribbelkünstler, Kurzpass-Ass, Kopfballkönig, Flankengeber oder Elferkönig beweisen. Die drei besten Ergebnisse zeigten Alazar Nennmann (13), Oskar Rehder (13) und Julian Guth (10). Leonie Stieglitz (14) war die beste weibliche Teilnehmerin. Neben ihr nahmen noch drei weitere Mädchen am Fußballcamp teil. So wie Annkathrin (10), die neben dem Spaß am runden Leder auch der Ehrgeiz ins Camp gebracht hat: „Die Jungs haben gesagt, wir könnten nicht Fußball spielen. Das hat mich geärgert, deshalb trainiere ich jetzt.“

Die Freunde Paul und Miktat (beide 7) ruhen sich ein wenig aus.
Foto: Sabrina Lincke
Die Freunde Paul und Miktat (beide 7) ruhen sich ein wenig aus.
 

Im Fußballcamp konnten in diesem Jahr auch wieder Kinder aus finanzschwachen Familien mitmachen. „Das funktioniert nur durch die Unterstützung unserer Sponsoren“, sagt Thau. „Wir sind den Schenefelder Firmen Terrabaltic, Peters Zeitarbeit, Westimmobilien oder Timmse und die Hörspiele für ihre Hilfe wirklich dankbar.“

 

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