Verabschiedung mit Tränen

Luftballons mit Postkarten sollten bis über die Wolken steigen, doch viele schafften es nur bis zum nächsten Baum.
1 von 2
Luftballons mit Postkarten sollten bis über die Wolken steigen, doch viele schafften es nur bis zum nächsten Baum.

Seit fast 25 Jahren war Ragnar Auvray in der Nachmittagsbetreuung an der Peter-Lunding-Schule aktiv

23-45802311_23-66043282_1416219121.JPG von
28. September 2018, 16:00 Uhr

Noch bevor die kleine Verabschiedungsfeier für Ragnar Auvray begonnen hatte, flossen die ersten Tränen in der Hasloher Peter Lunding-Schule: Nach fast 25 Jahren geht die Betreuerin nun in den Ruhestand – und so ein Abschied, ist eben auch mit Schmerz verbunden.

Mit dem Eintreffen der Hauptperson begann der Schulchor das Lied „Kreise“ von Johannes Oerding zu singen. Dieter Kalkovsky (SPD) dankte Auvray im Namen der Gemeinde für ihre Arbeit und überreichte ihr ein gerahmtes Bild der Peter-Lunding-Schule.

Schulleiterin Julia Fietz blickte auf ihre Zeit des Wirkens zurück und stellte die besonderen Abschiedsgeschenke vor. „Wir haben hier Ragnars internationales Kochbuch zusammengestellt. Darin sind nicht nur Rezepte, sondern auch viele nette Worte zu finden“, sagte Fietz. Besonders häufig sei der Begriff der „guten Seele“ zu finden gewesen. Dies habe sie veranlasst, den Begriff nachzuschlagen. „Eine unverzichtbare Person; eine Person, die eine Organisation zusammenhält; eine Person, die sich für ihren Einsatz Anerkennung verschafft hat“, las Fietz vor. Sie betonte, dass dies alles auf Auvray zutreffe. Auch Adjektive wie hilfsbereit, humorvoll, geduldig und liebevoll seien genannt worden. Darüber hinaus seien ihre Nähkünste beim Anfertigen von Kostümen gefragt gewesen. „Ein Kochprofi obendrein, und auch die Deko-Ideen bei so vielen Festen werden wir vermissen“, sagte Fietz. Das zweite Geschenk bestand aus einer Schale, auf deren Rand die Fingerabdrücke aller Kollegen zu finden sind.

Auch Auvray hatte ein Geschenk: Eine Latte für den Abschieds-Zaun, der jedes Jahr von den Viertklässlern erweitert wird. Dann versammelten sich die Schüler auf der Treppe und ließen zu den Klängen von Reinhard Meys „Über den Wolken“ Luftballons steigen. Zwar schafften es nur wenige über die Äste der Bäume auf dem Schulhof hinaus, ein schöner Anblick war es dennoch.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen