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Anstoss - Die HSV-Kolumne : Van der Vaart raus: Slomka muss mit dem Feuer spielen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Unser Autor Lars Zimmermann wagt sich in dieser Woche an eine der derzeit schwierigsten Personalien des HSV.

Rafael van der Vaart ist definitiv der beste Fußballer des HSV. Nicht umsonst sind bei den Hamburgern die Standards nach dem Abgang Calhanoglus wieder Chefsache. Auch sonst ist der Niederländer immer wieder für einen Geistesblitz gut. Auf so einen Spieler kann HSV-Coach Mirko Slomka eigentlich nicht verzichten. Zumal die Ausbootung van der Vaarts im extrem unruhigen Hamburg riesige Wellen schlagen würde.

Doch trotz aller Fähigkeiten van der Vaarts führt an seiner Ausmusterung kein Weg vorbei. Der Niederländer ist den physischen Anforderungen in der Bundesliga nicht mehr gewachsen. Ob er sich nicht mehr quälen mag oder sein Körper nach mehr als zehn Jahren Dauerbelastung einfach nur streikt, ist relativ gleichgültig. Das Ergebnis ist auf jeden Fall, dass es einfach  nicht mehr reicht. Van der Vaarts Tempo qualifiziert ihn eher für die Uwe-Seeler-Traditionself als für die Bundesliga.

Das ist auch Trainer Mirko Slomka bewusst. Denn dass der Star keinen Sonderstatus genießt, ist mehr als einmal verdeutlicht worden. Und zu Slomkas Vorstellungen vom schnellen Umschaltspiel passt der Holländer erst recht nicht. Der Trainer hat mit der endgültigen Ausmusterung van der Vaarts allerdings bisher gezögert, weil sie auch für ihn ein Spiel mit dem Feuer ist. Wenn die Rothosen mehrere Spiele hintereinander mit einem van der Vaart auf der Bank verlieren, steht nämlich Slomka in der Kritik. Die Frage ist, ob der Trainer den Mut hat, dieses Risiko auf sich zu nehmen.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 06:00 Uhr

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