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Klares Nein zu Steuererhöhungen : Uwe Lange, Fraktionschef der Bürgernahen im Interview

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Uwe Lange, Fraktionschef der Bürgernahen, will sich für die Sanierung der Ernst-Paasch-Halle zu einem Kulturzentrum einsetzen.

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erstellt am 22.Jan.2016 | 14:00 Uhr

Pinneberg | Was läuft gut und wo drückt der Schuh? shz.de hat die Vorsitzenden der Ratsfraktionen um ihre persönliche Bilanz des vergangenen Jahres und einen Ausblick auf 2016 gebeten. Im fünften und letzten Teil unserer Serie äußert sich Uwe Lange, Vorsitzender der Fraktion Die Bürgernahen. 

Welchen Erfolg für die Stadt im Jahr 2015 würden Sie beziehungsweise Ihre Fraktion für sich verbuchen?
Uwe Lange:
Sich als Fraktion etwas alleine auf die Fahne zu schreiben, wäre bei den Mehrheitsverhältnissen in der Ratsversammlung sehr vermessen. Wir haben aber mit unseren Stimmen dazu beigetragen, das marode DRK-Heim Am Rehmen nicht zu erwerben und somit der Stadt etliche Millionen eingespart.

Was hätte aus Ihrer Sicht klappen müssen?
Die seit Jahren versprochenen Sanierungen an unseren Schulen und in diesem Zusammenhang eine bessere Kommunikation zwischen Schulen, Eltern und Verwaltung.

Was hat Sie am meisten geärgert?
Die weitere Verschuldung der Stadt und das Desinteresse der Verwaltung, hieran etwas zu ändern. Der schwarze Peter wird wieder einmal der Politik zugeschoben. Nur so funktioniert eben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht. Hier helfen uns auch die salbungsvollen Worte „nur gemeinsam werden wir es schaffen“ nicht weiter.

Welches ist 2016 Ihr Herzens-Projekt?
Hier wären gleich mehrere zu nennen, die aber im Hinblick auf die jetzigen Rahmenbedingungen schwer zu finanzieren sein dürften. An vorderster Stelle steht nach wie vor die Sanierung der Ernst-Paasch-Halle zu einem vorzeigbaren Kulturzentrum, die Sanierung der Hallen und Sportplätze und auch die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen.

Was wäre 2016 für Sie die tollste Schlagzeile?
Endlich Frieden. Die Flüchtlinge können wieder zurück in ihre Heimat.

Auf welche Schlagzeile würden Sie 2016 am liebsten verzichten?
„Peinlich, peinlicher Pinneberg“ – diese Schlagzeile aus dem Pinneberger Tageblatt hoffe ich in diesem Jahr nicht wieder lesen zu müssen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für das Jahr 2016 wünschen?
Die Kosten für die Westumgehung haben sich drastisch reduziert, weil sich die Verwaltung verrechnet hat und die Zuschüsse aus Kiel doch erheblich höher ausfallen, als bisher angenommen worden ist.

Was geben Sie der Schulallianz für 2016 mit auf den Weg?
Sie möge auch in diesem Jahr die Kraft aufbringen, sich weiterhin für die berechtigten Belange der Schulen einzusetzen und trotz aller widrigen Umstände nicht resignieren, auch wenn es manchmal schwerfällt. Unsere Unterstützung hat sie auch in 2016.

Vervollständigen Sie bitte folgende Sätze: Steuererhöhungen kommen für mich...
...nicht in Frage, weil sie einen Offenbarungseid für Verwaltung und Politik bedeuten würden. Die Steuersätze sind in Pinneberg bereits hoch genug und in Zeiten von niedrigen Zinsen und sprudelnden Steuereinnahmen müssten wir damit eigentlich auskommen.

Flüchtlinge sollen in Pinneberg...
...vernünftig betreut und untergebracht werden, sich an unsere Gesetze halten und bei Verstößen und Ablehnung ihrer Asylanträge auch unverzüglich abgeschoben werden. Zur Zeit halten sich im Kreis Pinneberg mehr als 3500 Flüchtlinge auf, deren Anträge durch alle Instanzen abgelehnt worden sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Ich wünsche mir von Bürgermeisterin Urte Steinberg,...
...dass sie, nachdem sie in den ersten drei Jahren irrsinnig viel gelernt hat, ein Originalzitat von ihr, dieses auch endlich in die Tat umsetzen möge.

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