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Sommerinterview Teil 3 : Urte Steinberg: „Miteinander ist das Zauberwort“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Steinbergs Ziel: Bis zum Jahresende sollen alle Flächen auf dem Eggerstedt-Gelände verkauft werden. Große Nachfrage erwartet.

Pinneberg | Westumgehung, Innenstadtgestaltung, Umbau Bahnhof, Schulbausanierung, Weiterentwicklung Parkstadt, Ilo-Gelände und Konsolidierung des Haushalts: Urte Steinberg, seit 2013 Bürgermeisterin von Pinneberg, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kreisstadt voranzubringen. Im letzten Teil des Interviews berichtet sie über die Fortschritte dieser Projekte.

Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit der Politik?
Urte Steinberg
Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der ehrenamtlichen Politik. Das Vertrauen, das in den vergangenen Monaten teilweise verloren gegangen ist, wollen wir uns wieder erarbeiten. Dafür schaffen wir derzeit belastbare Kommunikationsstrukturen, damit die Politik über die wesentlichen Themen informiert ist.

Wie bewerten Sie die Attraktivität der Stadt Pinneberg?
Pinneberg zeichnet sich durch gute Wohnmöglichkeiten in grüner Umgebung mit einer vollständigen Alltagsversorgung aus. Durch unsere gute Lage und Erreichbarkeit sind wir gleichzeitig ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Wir haben also bereits eine hohe Attraktivität. Diese wird sich in den nächsten Jahren weiter steigern, denn unsere Stadt verändert sich sichtbar. Es finden in Pinneberg große Investitionen statt. Dies zeigt mir, dass die Unternehmen auch an den Standort glauben.

Wie soll sich die Innenstadt weiter entwickeln?
Bedingt durch die zahlreichen Baustellen waren die vergangenen Monate für die Kaufleute in der Innenstadt nicht einfach. Unabhängig davon, hat sich die Innenstadt in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Der Leerstand konnte reduziert werden und es haben sich viele neue Geschäfte angesiedelt. Durch die Neugestaltung der Ebert-Passage, das neue Parkhaus der Volksbank und die Wohnungen auf dem ehemaligen Kreishausgelände wird es einen weiteren Schub für die Innenstadt geben. Und: Mit der Verfügbarkeit von W-LAN wollen wir die Aufenthaltsqualität weiter steigern.

Ist die Stadt nach Fertigstellung der Bauprojekte optimal aufgestellt?
Optimal bedeutet, dass etwas nicht besser sein kann. Dies zu behaupten, wäre vermessen. Mit diesen Neubauten werden wir weiter an Attraktivität gewinnen. Das freut mich sehr.

Was unternehmen Sie gegen den Leerstand?
Der Leerstand konnte in den vergangenen Jahren reduziert werden. Ein gewisser Leerstand wird sich nie ganz vermeiden lassen, aber gemeinsam mit dem Stadtmarketing und Citymanagement bemühen wir uns um weitere Reduzierung. Dafür bringen wir die Vermieter mit potentiellen Interessenten zusammen. Ziel ist ein guter Branchenmix, der Menschen vom Internethandel in die Stadt bringt. Gleichzeitig versuchen wir mit W-LAN und baulicher Gestaltung die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.

Erwarten sie Zuzug aus Hamburg? Stichwort GeWoGe-Wohnungen.
Ja, es wird einen weiteren Zuzug geben, nicht nur aus Hamburg. Dies zeigt auch die Attraktivität Pinnebergs. Bei der weiteren Entwicklung müssen wir auch die Auswirkungen auf die Infrastruktur wie Kindertagesstätten und Schulen im Auge haben. Aus meiner Sicht trifft die Politik da sehr umsichtige Entscheidungen.

Welche Wünsche haben Sie für das zweite Halbjahr?
Dass wir gemeinsam die zahlreichen angeschobenen Projekte fortführen und erfolgreich abschließen. Nur wenn wir alle an einem Strang mit sachlich konstruktiven Debatten ziehen, können wir erfolgreich sein. Miteinander ist das Zauberwort.

Was wollen Sie bis Ende des Jahres unter Dach und Fach bringen?
Ich hoffe sehr, dass wir dieses Jahr noch neue Gewerbeansiedlungen vollziehen können. Der erste Spatenstich für die Westumgehung wird voraussichtlich im vierten Quartal erfolgen und wir werden die Ausschreibung für die Entwicklung der Müßentwiete realisieren. Mein Ziel ist auch, dass wir die Flächen in der Parkstadt Eggerstedt bis zum Jahresende vollständig veräußern. Beim Bahnhof werden wir den neuen Parkplatz fertig gestellt haben. Das Schulbauprogramm wird fortgeschrieben und dient als Grundlage für die Haushaltsberatungen. Zudem hoffe ich, dass wir bis Jahresende einen Beschluss über einen Standort für einen Kunstrasenplatz haben.Und wir wollen der Politik ermöglichen, dass im Dezember der Haushalt für das Jahr 2016 verabschiedet werden kann.

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erstellt am 14.Aug.2015 | 12:00 Uhr

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