Ursache noch nicht geklärt

Die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg  kühlte die umliegenden Häuser, um      ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.
Die Freiwillige Feuerwehr Pinneberg kühlte die umliegenden Häuser, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Brennende Gasleitung in Pinneberg: Kripo ermittelt noch / Montagabend: Leitung in Bönningstedt zerstört

shz.de von
11. Juni 2014, 16:00 Uhr

Nur drei Tage, nachdem eine bis zu zehn Meter hohe Flamme aus einer beschädigten Gasleitung im Pinneberger Borstler Weg für Aufregung gesorgt hatte, wurde am Pfingstmontag die Feuerwehr Bönningstedt in die Franz-Rabe-Straße gerufen – dort trat Gas aus. „Eine Privatperson hatte dort die Gasleitung durchtrennt“, erklärte Henning Fuchs, Leiter des Netzbetreibers Stadtwerke.

„Da die Schadstelle aber nicht in der Nähe von Gebäuden lag und aufgrund der Lage der Leckage auch kein Ausbreiten in die Kanalisation oder Keller drohte, brauchten keine Evakuierungen von Gebäuden vorgenommen werden“, teilte Stefan Birke, stellvertretender Wehrführer der Bönningstedter Einsatzkräfte gestern mit.

Die Franz-Rabe-Straße wurde voll gesperrt und ein Mitarbeiter der Stadtwerke stoppte mit Hilfe einer Manschette den Gasaustritt. „Wir beraten intern, wie wir mit so etwas umgehen, schließlich ist es ein privater Eingriff in die Versorgungssicherheit“, so Fuchs.

In Pinneberg dagegen wird derzeit noch an der Aufklärung der Ursache des Unglücks vom vergangenen Freitag, bei dem sich ein Mitarbeiter der von den Stadtwerken Pinneberg beauftragten Baufirma leicht verletzt hatte, gearbeitet. „Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung“, sagte Silke Westphal, Sprecherin der zuständigen Polizeidirektion gestern auf Anfrage dieser Zeitung.

Auch die Stadtwerke untersuchen, wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte. „Aktuell muss die Baufirma klären, was passiert ist“, sagte Fuchs. Es sei unklar, ob es sich um einen technischen Defekt oder menschliches Versagen handele, hieß es ineiner Mitteilung, die das Unternehmen gestern verschickte. Auf einen Minibagger und eine Hecke im Vorgarten des Wohnhauses, vor dem das Gas brannte, griffen die Flammen über. An der Frontseite des Hauses waren von der Doppelverglasung der Fenster die äußeren Scheiben gesprungen. „So einen Vorfall habe ich in 26 Jahren Stadtwerke noch nicht erlebt“, sagte Fuchs. Der verletzte Bauarbeiter konnte das Krankenhaus noch am Freitag verlassen.

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