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Pinneberger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 06:28 Uhr

Unterricht in Zeiten der Landtagswahl

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

An der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen steht am Freitag der Urnengang an

shz.de von
erstellt am 28.Apr.2017 | 13:12 Uhr

Zwei Wahlkabinen, versiegelte Urnen, Original-Stimmzettel und vorab wurden die Wahlbenachrichtigungen verschickt: Das sind nicht nur die Rahmenbedingungen für die Landtagswahl am 7. September. Zwei Tage vorher werden nach diesen Prinzipien bereits in der Gemeinschaftsschule Rugenbergen in Bönningstedt Mehrheiten und Koalitionsmöglichkeiten ermittelt.

Maike Hausmann ist Referendarin an der Bönningstedter Gemeinschaftsschule und derzeit Lehrkraft für das Fach Wirtschaft und Politik – kurz Wipo genannt. Seit knapp sechs Wochen befasst sie sich im Wipo-Unterricht mit ihren Schülern schwerpunktmäßig mit Wahlen im Allgemeinen und der schleswig-holsteinischen Landtagswahl im Speziellen. Dazu gehörte unter anderem das Studium der Wahlprogramme. Hausmann: „Die Schüler haben sich in Kleingruppen unterschiedlichen Themen gewidmet und somit unter anderem untersucht: Wie stehen die Parteien zu Tierschutz und Umweltfragen? Wie stehen sie zu Bildung und Schule? Wie stehen sie zur Inneren Sicherheit?“

Außerdem wurden die Grundzüge der Demokratie erklärt: unter anderem, dass die Wahlen frei und geheim sind. „Grundsätzlich wissen die Schüler natürlich was Wahlen sind. Aber bei den Details gab es viele Nachfragen.“ Auch bei den Gegenbeispiel wussten die Schüler überwiegend Bescheid, so Hausmann: „Einer nannte gleich Nordkorea und sagte: ,Da ist doch so einer, der macht alles allein’.“

Als Vorbereitung für den Wahl-Freitag wurden dann zwei Wahlhelfer aus der achten Klasse festgelegt. Zum Gesamtpaket, dass die Organisation Kumulus für die Juniorwahl den teilnehmenden Schulen in Schleswig-Holstein bereitstellt gehören auch Wahlbenachrichtigungen, Wahllisten und Wahlzettel. Die Wahlhelfer verteilten vorab die Benachrichtigungen an die Wahlberechtigten – in diesem Fall knapp 220 Schüler der achten bis zehnten Klassen. Sie werden auch am Freitag bereitsitzen, um für die ordnungsgemäße Wahl zu sorgen. Um 13 Uhr – pünktlich zum Schulschluss – schließt dann das Wahlbüro. Einige Schüler bleiben länger: Denn dann beginnt die Auszählung. Die Ergebnisse werden an die Organisatoren der Junior-Wahl geschickt, die dann von allen in Schleswig-Holstein beteiligten Schulen am echten Wahltag – dem Sonntag – abends ab 18 Uhr die Ergebnisse veröffentlichen. Dann wird sich zeigen, wie auch die Unter-16-Jährigen gewählt haben.

>Die Juniorwahl ist ein Projekt des gemeinnützigen Verein Kumulus, der 1998 in Berlin gegründet wurde. Der Verein unterstützt gesellschaftspolitische und kulturelle Projekten. Weitere Informationen über das Projekt unter www.kumulus.de und www.juniorwahl.de.

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