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Flüchtlingssituation in Schenefeld : Unterkunft für 264 Männer auf dem Spar-Parkplatz

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Aufstellung der Container verzögert sich. Im März soll zunächst das Erdgeschoss von Flüchtlingen bezogen werden.

shz.de von
erstellt am 26.Jan.2016 | 14:15 Uhr

Schenefeld | Flüchtlingscontainer, die in Hamburg nicht bezogen werden können, weil der Brandschutz nicht gewährleistet ist: Diese Nachricht aus der Nachbarstadt hat Schenefelds Bauamtschef Andreas Bothing alarmiert. Denn die Stadt plant, auf dem Spar-Parkplatz am Osterbrooksweg die zweite zentrale Sammelunterkunft in der Stadt zu errichten – aus Containern. Das Aufstellen verzögert sich, denn beim Brandschutz wollte Bothing „keine Bauchlandung“ erleben. Sicherheit vor Schnelligkeit lautete seine Devise. In dieser Woche soll der Kauf der Container perfekt gemacht werden. Sie werden laut Bothing in Lübeck montiert.

Das Containergebäude soll dann bis März auf dem Spar-Parkplatz am Osterbrooksweg stehen. 264 Plätze für Flüchtlinge werden auf der städtischen Fläche geschaffen – und zwar ausschließlich für Männer, wie Bothing im Bauausschuss betonte. Auch die erste Sammelunterkunft im alten Postgebäude mit 71 Plätzen ist eine reine Männerunterkunft. Die Stadt geht davon aus, dass sie Ende Februar voll belegt sein wird. Die Stadt braucht dringend weitere Unterbringungsmöglichkeiten – und das schnell. Deshalb wird laut Bothing am Osterbrooksweg zunächst das Erdgeschoss mit 88 Betten ausgebaut. Später folgen dann erster und zweiter Stock. Es wird drei Zugänge zu dem Containerkomplex geben.

Der Wachdienst für die Sammelunterkunft wird in einem separaten Container untergebracht, ebenso wie die Waschmaschinen und Trockner nicht im Hauptgebäude stehen werden. „Wir wollen in diesem Punkt mögliche Konflikte von vornherein vermeiden“, betont Bothing.

Für die Anlieferung der Container muss ein Teil des Walls am Parkplatz entfernt werden. Bäume sind laut Bothing aber nicht betroffen. Die Kosten für die Flüchtlingsunterkunft liegen bei zirka zwei Millionen Euro.

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