Vorstoß für sozialen Wohnbau scheitert : Union bremst die Baupläne der Grünen aus

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Die Christdemokraten im Ausschuss stimmten geschlossen gegen das Vorhaben, unter anderem mit Verweis auf die fehlende Infrastruktur, teilte Hofmann mit.

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24. März 2017, 16:30 Uhr

Rellingen | Nachdem die Grünen mit ihrem Antrag für mehr sozialen und öffentlich geförderten Wohnungsbau in Rellingen vorerst gescheitert sind, warnt der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Heiner Hofmann jetzt vor „Sylter Verhältnissen“ in der Gemeinde. Der Sozialdemokrat äußerte erneut die Befürchtung, mittelfristig sei es auch für Normalverdiener wie Polizisten oder Handwerker im Angestelltenverhältnis nicht mehr möglich, in Rellingen bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der Bauausschuss hatte während seiner jüngsten Sitzung in dieser Woche mit einer knappen Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen den Grünen–Vorstoß abgelehnt, eine gemeindeeigene Fläche im Bereich Heidkampsweg und Hempbergstraße für sozialen oder öffentlich geförderten Wohnraum vorzuhalten.

Die Christdemokraten im Ausschuss stimmten geschlossen gegen das Vorhaben, unter anderem mit Verweis auf die fehlende Infrastruktur, teilte Hofmann mit. In der Auseinandersetzung geht es um nicht weniger als die zukünftige Ausrichtung der Wohnungsbaupolitik in Rellingen. Für Grünen-Fraktionschef Konrad Wolf ist die Richtung klar: „Es fehlen Wohnungen für Normal- und Geringverdiener in Rellingen, und deshalb kommen wir nicht umhin, uns mit dem Thema zu beschäftigen“, sagte er. Seine Partei bleibe deshalb auch am Ball.

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