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Pinneberger Tageblatt

17. August 2017 | 21:53 Uhr

Pinneberg : Übung für den Ernstfall

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hotel in Flammen, Menschen in Not: Die Freiwillige Feuerwehr probte einen großen Rettungseinsatz am Cap Polonio.

Es brennt im dritten Stock des Hotel „Cap Polonio“. Jugendliche werden von Feuerwehrmännern in Atemschutzgeräten durch das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Der einzige andere Fluchtweg: Der Metallkorb der Drehleiter vor dem Fenster des Zimmers. Also den Anweisungen der Brandbekämpfer folgend vorsichtig auf die Fensterbank geklettert und dann der beherzte Sprung in den schwankenden Korb. Geschafft.

Glücklicherweise ist die Gefahr nicht real. Der Qualm kommt aus der Rauchmaschine, aus den Schläuchen spritzt kein Wasser und die hilflosen Jugendlichen sind Komparsen von der Jugendfeuerwehr. Es ist die erste große Übung der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg in diesem Jahr. „Wir üben so die Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen“, erklärt Zugführer Kai Rowohlt. 30 Kameraden sind an diesem Abend auf den Beinen, sechs Fahrzeuge fahren vor dem „Cap Polonio“ vor.

Das Szenario des Abends: Ein rauchender Gast hat ein Feuer im dritten Stock ausgelöst, vier Menschen sind dort gefangen. Der Rauch wird in den Festsaal im zweiten Stock gedrückt, auch dort befinden sich Hotelgäste in Not. Um 20.04 Uhr wird der Alarm ausgelöst, wenige Minuten später sind die Kameraden am Hotel. Rowohlt: „Die Abläufe hat jeder in der Ausbildung gelernt.“ Tatsächlich: Jeder Handgriff sitzt. Mit Dreh- und Klappleiter werden die „Opfer“ in Sicherheit gebracht, anschließend wird die Brandbekämpfung durchgespielt.

Nach fünfzig Minuten ist das erdachte Szenario unter Kontrolle. Zufriedenheit bei den Zugführern und Pressesprecher Claus Köster. Der erklärt: „Gerade hier im Cap Polonio ist es wichtig, dass es schnell geht und wir die Örtlichkeiten kennen.“ Schließlich ist in dem ehrwürdigen Hotel jede Menge Holz verbaut. Deswegen haben die Betreiber des Familienunternehmens in den letzten Jahren auch 120 000 Euro in den Brandschutz investiert. „Wir haben nun 220 Rauchmelder im ganzen Haus verteilt, Brandschutztüren eingebaut“, erklärt Mitinhaber Michael Ostermann.

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erstellt am 21.Sep.2013 | 16:30 Uhr

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