Karate : Überraschung im Hasloher Dojo

Miriam Schmult (rechts) holte zwei Goldmedaillen.
Miriam Schmult (rechts) holte zwei Goldmedaillen.

Zweites Nachwuchsturnier der Karate-Sparte im TuS mit 87 Teilnehmern. Zahlreiche Medaillen für das Gastgeber-Team.

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02. Mai 2018, 16:00 Uhr

Am Sonnabend sorgte die neunjährige Miriam Schmult während der zweiten Karatemeisterschaft des Shotokan-Karate-Dojos vom Turn- und Sportverein (TuS) Hasloh in der Turnhalle der Peter-Lunding-Schule für eine Überraschung: Gleich in zwei Kategorien holte sich die Trägerin des 7. Kyus (Orange-Gurt) die begehrten obersten Plätze auf dem Treppchen.

Mit ihrer Kata, der „Heian Shodan“, einer Einzelvorführung eines Kampfes gegen einen imaginären Gegner, überzeugte Schmult die Kampfrichter bereits am Vormittag. Im Finale ihrer zweiten Kategorie, dem Kihon Ippon Kumite, zeigte die Karateka am Nachmittag gemeinsam mit ihrem Bruder Jonathan einen kraftvollen Einschrittkampf, bestehend aus einem Angriff, einer Abwehr und einem Konter. Sie sicherte sich damit das zweite Mal Gold.

Nur knapp verfehlte das Kata-Team Luisa Pollok, Hannah Janssen und Rebecca Schmult, alle Trägerinnen des 6. grünen Kyus das Treppchen. Pollok wurde in der Einzelwertung mit Silber entschädigt. Sie setzte sich mit einer beachtlichen Leistung in der Kata bis zehn Jahre gegen ein großes Starterfeld durch.

Früh am Morgen, direkt zu Beginn des Turniers, gab es unter den Weißgurt-Trägern (9. Kyu), die das erste Mal dabei waren, schon ein paar Tränen. „Es braucht schon eine Menge Mut, sich alleine vor ein Publikum zu stellen und etwas vorzuführen“, sagte TuS-Karatespartenleiterin Marina Tietze anerkennend. „Wir haben dann kurzerhand mit den etwas älteren Gelbgurten angefangen. Dann trauten sich auch die kleineren“, erläuterte die Trainerin und Trägerin des 2. Dan verständnisvoll. Im Nachhinein erreichten gerade die, die am aufgeregtesten waren, später die besten Platzierungen.

Tatjana Chucholl (1. Kyu) war das erste Mal als Kampfrichterin dabei. „Ich fand die Leistung der Kinder ganz wunderbar. Sie waren nervös und haben trotzdem ihre Leistung auf die Kampffläche bringen können. Gerade in den Finalrunden haben sie kraftvoll ihre Katas und ihr Kihon Ippon Kumite überzeugend dargeboten“, sagte die Bronzemedaillengewinnerin der Deutschen Karatemeisterschaften. Für viele sei es der erste Start bei einem Wettkampf gewesen, und darum gehe es ja auch auf einem Nachwuchsturnier, so Chucholl.

Insgesamt nahmen 87 Karateka aus elf Vereinen zwischen dem neunten und dem ersten Kyu an der Meisterschaft teil. Bereits beim ersten Nachwuchsturnier im vergangenen Jahr waren die Organisatoren um Tietze und Trainer Colin De Silva mehr als zufrieden mit der hohen Resonanz. Ihr Motto: In entspannter Atmosphäre erste Wettkampferfahrungen zu sammeln, kommt auch bei den anderen Dojos an. „Viele der Vereine haben sich für die gute Ausrichtung bedankt und wollen beim nächsten Mal noch mehr Starter melden“, berichtete De Silva.

Mit 34 eigenen Startern belegten die Hasloher Gastgeber am Ende in der Gesamtwertung einen erfreulichen dritten Platz hinter TV Jahn Schneverdingen und Zanshin-Do BSV Hannover. „In den nächsten Trainingseinheiten werden die Kids super motiviert sein. Die ersten fragten noch am Sonnabend nach dem nächsten Turnier“, sagte De Silva zufrieden .

Wer durch das Nachwuchsturnier Lust auf Karate bekommen hat, könne an einem kostenlosen Schnuppertraining teilnehmen. Informationen hierzu erteilt das TuS-Vereinsbüro unter Telefon (0 41 06) 6 83 37.

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