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Quickborn : Überquellende Container, illegale Entsorgung: Wilder Müll häuft sich

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

In und um Quickborn sieht es zum Teil schlimm aus: Die illegale Entsorgung von Abfall hat dort deutlich zugenommen.

shz.de von
erstellt am 16.Mär.2015 | 07:09 Uhr

Quickborn | „Fahren Sie mal hin, das sieht da ganz schlimm aus“, so lautete vergangene Woche die Aufforderung einer aufgebrachten Anruferin. Und in der Tat: Die Container am Güttloh in Quickborn quellen über, zahlreiche blaue Säcke, die zum Teil aufgerissen sind, liegen davor. Die Hemmschwelle, den eigenen Müll irgendwo, nur nicht im Mülleimer, zu entsorgen, scheint weiter zu sinken. Unrat im Straßengraben, der Feldmark oder im Wald zeugen davon. Wer sich am Sonnabend, 28. März, an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligt, kann sich selbst ein Bild vom Ausmaß machen.

Auch die Autobahn- und Straßenmeisterei Quickborn findet immer mehr wilden Müll. „Das geht vom kleinen Stück Papier bis hin zum ganzen Fahrzeug“, sagt Leiter Dirk Putzer. „Die Frage ist nicht, was haben wir schon alles gefunden, sondern eher, was haben wir noch nicht gefunden?“

Außer für die Straßen in und um Quickborn ist die Straßenmeisterei auch noch für die Landesstraßen bis Bad Bramstedt im Norden und Itzstedt im Osten zuständig. Auch die A7 gehört zwischen der Anschlussstelle Neumünster-Nord und der Landesgrenze zu Hamburg zum Gebiet der Quickborner Meisterei.

Gerade in der Nähe von Stellplätzen und an Flächen, wo Autofahrer schnell kurz rausfahren können, würden die Mitarbeiter der Straßenmeisterei den Abfall finden, so Putzer. „In der Woche sind mehrere Mitarbeiter insgesamt zwischen 20 und 30 Stunden mit dem Müllsammeln beschäftigt, manchmal eher noch mehr“, berichtet er. Die Meisterei bekomme dann auch die Anrufe von den Anliegern, auf die reagiert werden müsse. „Es ist ein großes Problem“, sagt Putzer, „und eine Sache, die der Steuerzahler letztlich über die Kfz-Steuer bezahlt.“

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