Schwerlastkontrolle in Elmshorn : Überladen, durchgerostet, Fahrzeit überschritten: Mängel bei neun von elf LKW

Die Ergebnisse der Kontrollen seien zum Teil erschreckend, heißt es im Polizeibericht.

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22. Oktober 2018, 14:34 Uhr

Elmshorn | Im Rahmen einer Schwerlastkontrolle hat die Polizei in Elmshorn insgesamt elf Fahrzeuge kontrolliert und bei neun davon diverse Verstöße festgestellt. In der Zeit von neun bis 13 Uhr kontrollierten am Donnerstag acht Beamtinnen und Beamte auf dem Dienststellengelände in Elmshorn.

Gleich zu Beginn der Kontrolle konnten laut Polizei zwei Lkw gestoppt werden, welche erhebliche technische Mängel aufwiesen. Ein Sachverständiger begutachtete sie und stufte sie als verkehrsunsicher ein. Deswegen wurde die Weiterfahrt jeweils untersagt, die Kennzeichen entstempelt und die Fahrzeugpapiere eingezogen.

Nicht an Ruhepausen gehalten

Unter den kontrollierten Fahrzeugen waren auch sechs Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht seitens der Fahrer. Die Männer hatten sich zuvor nicht an die Einhaltung der vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten gehalten oder das Kontrollgerät nicht ordnungsgemäß genutzt. So überschritt ein 59-jähriger selbstständig tätiger Fahrer aus Sachsen-Anhalt seine tägliche Lenkzeit in seinem 40-Tonner um drei Stunden.

„Einige Ergebnisse waren zum Teil erschreckend“, heißt es im Polizeibericht. Während bei einem Lkw die gesamte Karosserie durchgerostet gewesen sei, waren bei einem weiteren Lkw sämtliche Lenkungsbauteile ausgeschlagen. Beleuchtungseinrichtungen sowie eine Handbremse waren demnach oft ohne Funktion, die Frontscheibe eines Sattelzuges war gerissen und in einem Fall bestand sogar Brandgefahr, da entsprechende Flüssigkeiten im Motorraum auf heiße Bauteile zu tropfen drohten.

Transporter war völlig überladen

Ein Transporter mit einer zulässigen Gesamtmasse von 3500 Kilogramm war mit einem Wert von 53 Prozent deutlich überladen. Der Fahrermusste 1,25 Tonnen der mitgeführten Ladung abladen, um die Weiterfahrt antreten zu können. Die Polizei fragte beim Geschäftsführer nach. Aus dem Gespräch ging demnach hervor, dass die Überladung gezielt in Kauf genommen worden war, um nicht zweimal fahren zu müssen und Zeit zu sparen. Anzeigen gegen den Fahrer und den Unternehmer wurden angefertigt.

Verdacht der Schwarzarbeit

Weiter bestand bei einem mit drei albanischen Staatsangehörigen im Alter von 24, 26 und 34 Jahren besetzten LKW der Verdacht der Schwarzarbeit. Der hinzugezogene Zoll fertigte im Ergebnis drei Anzeigen wegen des Verdachts des illegalen Aufenthaltes und erteilte den Männern entsprechende Meldeauflagen. Gegen den Geschäftsführer einer Gerüstbaufirma wurde eine Anzeige wegen des Verdachts der Schleusung und der illegalen Beschäftigung gefertigt.

Darüber hinaus wurden noch mehrere Kontrollberichte sowie eine weitere Anzeige gefertigt, da in einem Fall die erforderliche Lizenz für den Güterkraftverkehr von einem Lkw-Fahrer nicht mitgeführt wurde.

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