zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 03:53 Uhr

Kita in Hasloh : Übergangsgruppe ab Sommer

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Sozialausschuss und der Gemeinderat treffen eine Entscheidung. Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) soll Gespräche führen.

von
erstellt am 12.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Hasloh | Für einige Hasloher Gemeinderatsmitglieder war der Dienstagabend ein Sitzungsmarathon: Zunächst tagte der Sozialausschuss in einer Sondersitzung im Dörphus. Thema war die gravierende Anzahl an Kindergartenplätzen, die ab dem Sommer fehlen. Für 35 angemeldete Kinder stehen lediglich 14 freie Plätze bereit. Anschließend kam das Thema im Gemeinderat zur Abstimmung, sodass die gefassten Beschlüsse schnellstmöglich umgesetzt werden können.

Zur Debatte stand, ob eine zusätzliche Gruppe für die Dauer eines Jahres eingerichtet werden soll oder die Gemeinde für die auswärtige Unterbringung der Kinder Ausgleichszahlungen leistet.

„Es wird heute Abend nicht jeder zufrieden nach Hause gehen können“, machte Anne Worthmann (CDU), Vorsitzende des Sozialausschusses gleich zu Beginn der Beratungen klar. Seitdem die Situation bekannt geworden war, hätten alle Beteiligten kreativ und effektiv nach Lösungen gesucht, berichtete Worthmann. Dennoch gebe es keine Ideal-Lösung, die allen Interessen gerecht werde.

Worthmann stellte die beiden Varianten vor, die sich aus den Gesprächen mit Verwaltung, Kita-Leiterinnen, Eltern und Politikern herauskristallisiert hatten. „Ausgleichszahlungen zu leisten ist zwar finanziell günstiger, doch die Nachteile wiegen schwer: Höhere Fahrzeiten für die Eltern, keine Integration in Hasloh und das Risiko weiterer Kosten, falls im Lauf des Jahres der Bedarf durch Zuzug weiter steigt“, führte sie aus. Der andere Weg: „Eine zusätzliche Elementargruppe für ein Jahr einrichten – mit dem Nachteil, dass diese Gruppe anschließend wieder auseinandergerissen wird“, so Worthmann.

Beate Haines (SPD) verkürzte die Debatte und machte unmissverständlich klar: „Wir reden hier über Kinder und Familien, nicht nur über Geld. Den Kostenausgleich brauchen wir nicht weiter zu diskutieren.“ Der inhaltlichen Debatte über die Ausgestaltung, das Konzept, den Standort und die Trägerschaft der Gruppe setzte dagegen Dagmar Steiner (CDU) ein Ende: „Wir müssen als Gemeinde gute Betreuungsmöglichkeiten schaffen. Die inhaltliche Ausgestaltung ist Sache der Kita-Leitung.“ In der Abstimmung votierten die Ausschussmitglieder einstimmig für die Übergangsgruppe.

Zwei mögliche Räumlichkeiten

Bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten zeichneten sich ebenfalls zwei Möglichkeiten ab. „Wir haben die alte Kindertagesstätte am Mittelweg und den Schnuppenraum im Tus-Heim am Sportplatz. Beide sind für eine Gruppengröße von 20 Kindern geeignet“, erläuterte Worthmann.

Auch bei der Trägerschaft gibt es zwei Alternativen: Der Trägerverein des Robinson-Kindergartens und das Kita-Werk des evangelischen Kindergartens. Auf Nachfrage erklärte Michaela Werner, Leiterin der evangelischen Kita, dass sie zu diesem Zeitpunkt keine Aussage zu einer Übernahme der Trägerschaft machen könne. „Ich kann keine Meinung zu etwas äußern, das ich noch gar nicht kenne“, so Werner. Der Robinson-Vorstand signalisierte indes die grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme dieser Aufgabe.

Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) wurde beauftragt, Gespräche mit dem Trägerverein des Robinson-Kindergartens und des evangelischen Kindergartens zu führen. Wenig später stimmte auch der Gemeinderat für die vom Sozialausschuss empfohlenen Beschlüsse.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen