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Pinneberg : TV-Koch Kolja Kleeberg brutzelt im Cap Polonio

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Fernsehkoch bereitet ein Menü für 205 Gäste des Schleswig-Holstein Gourmet-Festivals zu. Kaum Zeit für Bummel durch Pinneberg.

Pinneberg | Zunächst musste sich der Gast im Cap Polonio orientieren. Küchenchef Marc Ostermann führte den TV- und Sternekoch Kolja Kleeberg durch die Küche, Kühlhäuser und selbstverständlich  den Festsaal, in dem am Wochenende zwei Gala-Abende stattfanden. „Ich brauche immer erst einmal ein bis zwei Stunden, bis ich mich zurechtfinde“, sagte der Inhaber des Berliner Restaurants Vau, der vielen aber eher aus Fernsehsendungen wie „Lanz kocht“, „Küchenschlacht“ im ZDF oder der „Kocharena“ auf Vox bekannt ist.  Während des 28.Schleswig-Holstein Gourmet Festivals gastierte der Berliner in Pinneberg. Musste für ihn umgeräumt werden? „Nein, da passe ich mich an das an, was ich vor Ort finde.“

„Wir haben hier eine modern eingerichtete Küche und viele Helfer, die mit anpacken können“, lobte Kleeberg seinen Gastarbeitsplatz. Bereits am Freitag waren zwei seiner Mitarbeiter angereist. Der Sternekoch folgte am Sonnabend. „Wir bereiten alles vor Ort zu. Meine Jungs haben Freitag schon angefangen“, erläuterte Kleeberg. Schließlich sei es zum einen der Grundgedanke des Gourmet-Festivals den Gästen etwas Neues zu bieten, aber auch Ideen mit den Küchenteams vor Ort zu teilen. „Rote Beete und Steckrüben kennen wir natürlich auch hier“, sagte Ostermann, und ergänzte: „Es sind aber oft andere Zubereitungsweisen. Genau das ist ja das schöne an unserem Beruf, dass wir das Glück haben, durch Gewürze ganz andere Geschmacksrichtungen und -nuancen zu erzeugen.“ Für Sonnabend hatten sich 103 und für Sonntag 102Gäste für die beiden Menüs angemeldet, die  er sonst im Berliner VAU serviert werden.  „Der Grünkohl verbindet Berlin und Hamburg natürlich kulinarisch“, sagte Kleeberg, der aber bewusst auf eine Mischung aus Fisch und Fleisch für sein Menü gesetzt hatte.

 Doch eines durfte nicht fehlen: Möhren. „Möhren und Erbsen waren schon als Kind mein Leibgericht“, verriet Kleeberg. Die Erbsen hatte er aus saisonalen Gründen am Wochenende ausgelassen.

Hat der Gastkoch eigentlich etwas von der Stadt gesehen? „Wir sind mit der Bahn angereist und haben uns dann erst einmal die Räumlichkeiten angeschaut“, sagte Kleeberg. Kurz darauf fand das Briefing des Servicepersonals auf dem Plan. Dann ging es in die Küche und zwei Stunden später mussten die ersten Gäste verköstigt werden. Und erst gestern konnte  der  TV-Koch  Pinneberg erkunden.

Das Menü der Gala-Abende in Pinneberg: Gebeizter Lachs mit Sauerrahm, roter Bete und Dill; Steckrübensüppchen mit Petoncle, Majoran und Nussbutterschaum, Nordsee-Kabeljau mit Grünkohl, weißen Bohnen und Kalbsleberwurst; Geschmortes Schulterscherzel mit dreierlei Bundmöhren, Kürbiskernen und Senf; Variation von der Valrohona-Schokolade mit Bitterorange.
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erstellt am 16.Feb.2015 | 16:00 Uhr

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